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Recht auf Trinkwasser – und Klos

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Recht auf Trinkwasser – und Klos

Freitag, 30.07.2010 14:07 Uhr

Sauberes, klares Wasser trinken. Das sollte jedem Menschen auf der Welt möglich sein – meinen auch die Vereinten Nationen.


Bild vergrößernHände fangen Wasser aus einem Hahn auf; Rechte: picture alliance/ M.i.S. Sportpressefoto

Die Vereinten Nationen sind eine Organisation, in der fast alle Länder der Welt versammelt sind. Sie jetzt das Recht auf sauberes Wasser zum Menschenrecht erklärt.

Menschenrechte sind die Rechte, die wirklich allen zustehen sollten - egal ob reich oder arm, ob schwarz oder weiß, ob in Deutschland oder in Afrika. Fast 900 Millionen Menschen haben aber immer noch kein sauberes Wasser zum Trinken.

Und das ist nicht das einzige Problem. Denn nicht nur das Wasser, das man trinkt, sollte sauber sein. Und so können noch viel mehr Menschen, nämlich mehr als zwei Milliarden, ihr Toilettenabwasser nicht los werden. Sie können nicht einfach mal aufs Klo verschwinden und die Spülung ziehen.

 

Ein Junge steht in Südafrika vor einem Außenklo; Rechte: picture alliance/ Piers Cavendish/ Impact Photos
Dieser Junge steht in Südafrika vor einer Außentoilette. In vielen Regionen gibt es nicht mal solche Klos.

Nicht mal ein Plumpsklo

Die meisten haben noch nicht mal Plumpsklos, wie bei uns früher auf dem Lande, wo ab und zu ein Tankwagen vorbeikommt, der das ganze stinkende Zeugs abholt und ins Klärwerk fährt.

Vor allem in Südamerika, Afrika und in Teilen Asiens haben viele gar keine Toilette, dh sie machen irgendwo hin. Oder es läuft aus dem Plumpsklo den Straßenrand entlang, bis es irgendwo versickert.

Das ist sehr gefährlich, weil sich so Krankheiten rasant verbreiten können. Und es gefährdet das bisschen Trinkwasser, was es gibt, weil es ins Grundwasser oder den nächsten Fluss läuft, von wo die Menschen ihr Frischwasser holen. Die UNO hat jetzt alle Länder aufgefordert, mehr für das neue Menschenrecht auf Wasser und Abwasserentsorgung zu tun.


Menschen schöpfen in Äthiopien Wasser aus einem dreckigen Fluss; Rechte: dpa
Viele Menschen in armen Ländern holen Trinkwasser aus dreckigen Flüssen. Aus denen trinken auch ihre Tiere.

Dringender Ruf nach Hilfe - aber wirkt er?

Von den reichen Ländern hat die Weltorganisation verlangt, dass sie mehr Geld für den Bau von Trinkwasserleitungen und Abwasserkanälen an die armen Länder geben. Allerdings ist das nur eine Aufforderung. Praktisch verbessert sich für die Menschen ohne Wasser erst mal nichts.


Ein Junge in Afrika trinkt sauberes Wasser aus einem Hahn (UN-Projekt); Rechte: dpa
Mit viel Hilfe und Geld kann sauberes Wasser auch in arme Regionen gebracht werden.

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