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Zu wenig Impfstoffe für Kinder?
Montag, 08.02.2010 14:07 Uhr
Impfstoff für Kinder wird knapp, hieß es Anfang der Woche in vielen Zeitungen. Aber Experten meinen, dass man sich deswegen nicht sorgen sollte.
Tatsächlich ist es so, dass mehrere Impfstoffe, die vor Kinderkrankheiten wie Mumps, Masern oder Kinderlähmung schützen, von einer Firma im Moment nicht geliefert werden können.
Als Grund dafür nennt die Firma unter anderem, dass sie zu viel damit zu tun hatte, die Impfstoffe gegen die Schweinegrippe herzustellen. Die Stoffe, die jetzt fehlen, sind aber hauptsächlich für die ersten Impfungen von Babys und Kleinkindern gedacht.
1 Spritze = 6 Krankheiten weniger
Darunter sind auch so genannte Mehrfach-Impfstoffe. Ein Baby kann zum Beispiel mit einem dieser Impfstoffe - und darum auch mit nur einer einzigen Spritze - vor sechs Krankheiten gleichzeitig geschützt werden.
Dass davon nicht mehr genug da ist, heißt aber nicht, dass jetzt kein Kind mehr gegen diese Krankheiten geimpft werden kann. Experten vom Paul-Ehrlich-Institut, das sich mit Medikamenten beschäftigt, meinen, dass jetzt einfach andere Impfstoffe benutzt werden sollen.
Der Nachteil: Da müssten die Kinder dann aber mehrfach gepiekst werden, denn es gibt in Deutschland zum Beispiel keinen anderen Impfstoff, der gleich vor sechs Krankheiten schützt.
Kleinkinder, die die erste Impfung schon hinter sich haben und nur eine Auffrischung brauchen, damit sie weiter gut wirkt, können auch einfach etwas warten, meinen die Experten.

- Nach der Impfung macht der Arzt ein Kreuz oder eine Notiz in den Impfpass. Den nimmt man dann mit nach Hause und weiß, wovor man geschützt ist.








