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"Polarstern" sticht in See

Erklär mal!

"Polarstern" sticht in See

Montag, 09.01.2012 15:36 Uhr

Die "Polarstern" ist keine Rakete, sondern ein riesiges Forschungsschiff. Am Wochenende hat sich ein Team mit dem Schiff erneut auf den Weg Richtung Antarktis gemacht.


Bild vergrößernDas deutsche Forschungsschiff «Polarstern» liegt im Eis der Antarktis und im Vordergrund stehen zwei Pinguine (Archivfoto von Dezember 2004). Rechte: dpa/Db Alfred-Wegener-Institut/bre102
Das Forschungsschiff bei einer früheren Expedition in der Antarktis.

Die "Polarstern" schippert schon seit 30 Jahren über die Weltmeere und hat schon über fünfzig Expeditionen gemacht. Das Schiff ist für viele Forschungsarbeiten ausgerüstet und an Bord sind auch neun wissenschaftliche Labors.

Forschungsgeräte und Messinstrumente werden auf See dann mit Hilfe von Kränen und Winden bis in große Tiefen im Meer herabgelassen. Über 50 Wissenschaftler fahren gerade mit einem Schiff in Richtung Antarktis. Sie sind am Wochenende aus dem Hafen der südafrikanischen Stadt Kapstadt gestartet.

Ab in die Antarktis

Das Ziel der Reise ist das Weddellmeer der Antarktis. Die Antarktis befindet sich auf der Weltkarte ganz unten - da, wo der Südpol ist.

Die Experten wollen auf ihrer Reise viele Daten sammeln. Und sie wollen sozusagen Licht ins Dunkel der antarktischen Tiefseetierwelt bringen. Ganz tief unten im Meer ist es nämlich ziemlich dunkel. Trotzdem gibt es dort Lebewesen. Etwa Glasschwämme und Meerasseln. Und deren Lebensweise wollen die Forscher untersuchen.


Glasschwämme und Meerasseln

Bild vergrößernEin Glasschwamm; Rechte: dpa
So kann ein Glasschwamm aussehen.

Glasschwämme gibt es seit ungefähr 600 Millionen Jahren. Sie gehören zu den ältesten mehrzelligen Lebewesen – und sie leben ganz tief unten auf dem Meeresboden in Wassertiefen von 1000 bis 4000 Metern. Dort ernähren sie sich von kleinen Krebsen, Shrimps, Larven oder abgestorbenen Algen.

Zwei Forscherinnen aus Hamburg sind auch bei der Expedition dabei. Sie untersuchen die Lebensweise von Meerasseln. Die sehen so ähnlich aus wie Kellerasseln und können auch in der Tiefsee überleben.

Die Expedition endet übrigens am 11. März 2012 in Chile, in der Hafenstadt Punta Arenas. Dann haben die Wissenschaftler der "Polarstern" bestimmt jede Menge zu erzählen.


Das Forschungsschiff "Polarstern" des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven. Rechte: dpa/Wagner, Ingo/A2942
Die "Polarstern" in ihrem Heimathafen in Bremerhaven.

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