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Seit 75 Jahren im Einsatz - der Lügendetektor

Erklär mal!

Seit 75 Jahren im Einsatz - der Lügendetektor

Dienstag, 02.02.2010 14:22 Uhr

Bei uns verboten, in den USA seit 75 Jahren im Einsatz: der Lügendetektor. Aber wie funktioniert der überhaupt?


Bild vergrößernPolygraph, auch Lügendetektor genannt; Rechte: dpa
So sieht er aus, der Polygraph.

Am 2. Februar 1935, also vor genau 75 Jahren, schloss der Amerikaner Leonarde Keeler zum ersten Mal zwei Kriminelle an seine Erfindung, den Polygrafen, an.

Seitdem wird das Gerät, das später schnell Lügendetektor genannt wird, im amerikanischen Polizeidienst eingesetzt.

Der Polygraph misst Körperfunktionen

Dabei kann ein Lügendetektor nicht wirklich Lügen erkennen, sondern er misst schlicht und einfach verschiedene Körperfunktionen: wie schnell geatmet wird, ob der Puls rast oder langsam ist und ob die angeschlossene Person schwitzt.

Wenn man bei diesen drei Körperfunktionen deutliche Veränderungen feststellt, dann geht man davon aus, dass die Person nervös geworden ist und lügt.


Schwarz-weiss Foto. Vernehmung des wegen Mordes verdächtigten Vincent Guicci in Chicago; Rechte: dpa
Auf diesem Bild siehst du, wie Vincent Giucci, der Mann links im Bild, einen Test mit dem Lügendetektor macht.

Aber genau hier liegt das Problem: mit einer bestimmten Atemtechnik kann der Lügendetektor überlistet werden. Und das ist auch schon vorgekommen: Ein Mörder wurde zum Beispiel nach Bestehen des Tests freigelassen, ein anderer dagegen verdächtigt, obwohl er unschuldig war.


In Deutschland nicht zulässig

Weil ein falsches Ergebnis einen großen Schaden anrichten kann, wird der Lügendetektor – oder ganz genau: Polygraphentest – in Deutschland nicht eingesetzt.

Ganz anders in den USA. Gar nicht so selten sollen Verdächtige ihre Taten übrigens gestehen, nur weil sie das Gerät sehen …


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