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Training für Windrad-Arbeiter

Erklär mal!

Training für Windrad-Arbeiter

Mittwoch, 16.11.2011 15:13 Uhr

Windräder im Meer müssen auch mal repariert werden. Da das gefährlich ist, müssen die Arbeiter ein spezielles Training machen.


Bild vergrößernEin Arbeiter inspiziert Windkraftanlage und klettert angeseilt auf der Turbione herum; Rechte:  dapd/David Hecker/051011BRE114

Am Meer weht der Wind ja viel stärker und häufiger als etwa in den Städten oder auf dem Land. Deshalb kann ein Windrad weit vor der Küste ungefähr doppelt so viel Strom erzeugen wie die gleiche Anlage an Land.

"Offshore-Windenergie" nennt sich das. Das kommt aus dem Englischen und heißt so viel wie "Windenergie von vor der Küste". Bislang stehen gerade mal 50 Windräder im Meer. Es sollen aber einmal über 1000 werden. Um auf diesen Windrädern zu arbeiten und sie zum Beispiel zu reparieren, müssen die Arbeiter aber ein spezielles Training absolvieren.

Die Maschinen müssen schnell gewartet werden

Bild vergrößern100 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum im Offshore-Windpark "BARD Offshore 1"; Rechte: David Hecker/dapd
Ein Offshore-Windpark in der Nähe der Insel Borkum.

Windräder im Meer aufzustellen ist eine teure Angelegenheit. Schon der Aufbau einer Windfarm ist eine große Herausforderung. Damit sich der ganze Aufwand lohnt, müssen die Windräder möglichst rund um die Uhr laufen.

Jeder Stillstand kostet viel Geld, weil dann kein Strom verkauft werden kann. Zwar sind moderne Windräder sehr stabil, doch die salzhaltige Seeluft macht der Technik zu schaffen.

Immer wieder müssen Techniker auf die Anlage, um die Maschine zu warten oder Ersatzteile einzubauen – und zwar schnell.


Auf den Ernstfall vorbereiten

Mit dem Schiff geht das nur, wenn die Wellen nicht höher als 2,50 Meter sind. Ist die See noch rauer, bleibt nur der Hubschrauber.

Vom Helikopter aus seilen sich die Techniker zum Windrad ab. Doch Hubschrauber können abstürzen und das Abseilen kann schiefgehen. Deshalb sollten sich alle, die Offshore-Windräder installieren, warten oder reparieren müssen, auf den Ernstfall vorbereiten.


Da muss man schwindelfrei sein

Bild vergrößernEin Arbeiter inspiziert Windkraftanlage und klettert angeseilt auf der Turbione herum; Rechte:  dapd/David Hecker/051011BRE114
So ein Windrad ist bis zu 40 Meter hoch.

Dafür gibt es eigens ein Trainingszentrum in Elsfleth an der Unterweser. Die schlimmste Wildwasser-Achterbahn im Freizeitpark ist nichts gegenüber dem, was die Männer und Frauen im Trainingszentrum durchstehen müssen.

Geübt wird ein Hubschrauberabsturz ins offene Meer. Dazu sitzen die Trainingsteilnehmer in einer nachgebauten Hubschrauberkanzel, die von einem Kran aus in ein riesiges Wasserbecken geworfen wird.

Zu allem Überfluss wird die Kanzel dann im Wasser auch noch auf den Kopf gedreht und die Wellenmaschine angeworfen. Ruhe bewahren, unter Wasser aussteigen und im tosenden Wasser einen Kreis bilden – keine leichte Aufgabe.

Manch einer sagt beim Training dann auch: "Das ist nichts für mich" - und kümmert sich lieber um Windräder an Land. Da muss man nur schwindelfrei sein.


100 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum im Offshore-Windpark "BARD Offshore 1"; Rechte: David Hecker/dapd

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