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Was macht der Chaos Computer Club?

Erklär mal!

Was macht der Chaos Computer Club?

Dienstag, 27.12.2011 15:58 Uhr

Computerfans haben vor einigen Jahren den Chaos Computer Club gegründet. In Berlin findet jetzt ihr Jahrestreffen statt.


Bild vergrößernVerkabelter Laptop; Rechte: dapd/Axel Schmidt/271211BER701
Vernetzte Computer können auch gefährlich sein.

In Berlin treffen sich gerade tausende Computer-Fans. Sie sind Mitglieder im Chaos Computer Club, einer Vereinigung von Hackern. Das sind Spezialisten, die sich damit beschäftigen, wie man sich in fremde Computer schleichen und dort Informationen stehen oder sonstiges Unheil anrichten kann. Sowas ist natürlich verboten. Der Chaos Computer Club will damit auf solche Sicherheitslücken, aber auch auf noch viel mehr Probleme aufmerksam machen, die durch immer mehr und immer vernetztere Computer entstehen.

Kämpferische Themen

Dieses Jahr lautet das Motto der Hacker: „Behind enemy lines“, also „Hinter Feindeslinien“. Das hört sich ganz schön kämpferisch an, und tatsächlich wird ein großes Thema die Gefahr von Computerkriegen, von „Cyberwars“ sein. Damit meinen sie nicht, dass Computer gegeneinander kämpfen, sondern das Menschen mithilfe von Computerviren oder kleinen Spionageprogrammen Computer lahmlegen können, die wichtig sind. Computer, die Kraftwerke steuern zum Beispiel, Krankenhäuser, Züge, die Stadtverwaltung bis hin zu solchen, die tatsächlich von Armeen eingesetzt werden.


Schutz vor Computerangriffen

Gegen solche „Angriffe“ helfen keine Raketen oder Panzer, sondern nur ausgeklügelte Sicherheitssysteme rund um die entsprechenden Computer herum. Sowohl in Vorträgen als auch beim gemeinsamen Hacken werden die Teilnehmer in Berlin Internetseiten und andere Computer auf Schwachstellen abklopfen.


Evgeny Morozov; Rechte: Foto: Axel Schmidt/dapd
Der weißrussische Internet-Experte Evgeny Morozov hält einen Vortrag.

Zu den Feinden gehören für den Chaos Computer Club aber auch Staaten und ihre Regierungen. Denn die können ebenfalls Spionageprogramme auf fremde Computer schicken. Auch in Deutschland gab es letztens darüber Streit. Die einen sagen, diese Möglichkeit ist wichtig, zum Beispiel um Terroristen auszuspähen und frühzeitig herauszufinden, wann und wo sie einen Anschlag planen. Die anderen haben Angst davor, dass der Staat damit auch von unschuldigen Bürgern vieles herausfinden kann, was ihn eigentlich nicht zu interessieren hat. Zum Beispiel private Emails lesen, Fotos angucken oder nachsehen kann, wer, was, wann zum Beispiel über das Internet gekauft hat.   Hier will der Chaos Computer Club ganz klare Regeln aufstellen.


Kampf für Freiheit

Dazu darüber sprechen, wie persönliche Daten im Internet besser geschützt werden können, aber auch, wie das Internet für jeden frei zugänglich ist. Denn in vielen Teilen der Welt dürfen die Menschen nicht alle Seiten anschauen, die es im Internet gibt.


Computerfans bei der Arbeit; Rechte: dpa/Britta Pedersen/ber041
Viele tausend Computerfans sind gleichzeitig in Berlin.

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