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Was sind E-Bikes?

Erklär mal!

Was sind E-Bikes?

Freitag, 27.01.2012 15:00 Uhr

Sind Fahrräder mit Elektromotor schon Mofas? Darüber beraten Experten des Deutschen Verkehrsgerichtstags.


Bild vergrößernFahrrad mit Elektroantrieb; Rechte: WDR/dpa.
Ein Fahrrad mit Elektroantrieb.

Der Deutsche Verkehrsgerichtstag ist ein Kongress von Verkehrsexperten, der immer Anfang des Jahres in Goslar im Bundesland Niedersachsen stattfindet. Die Ergebnisse und Empfehlungen des Deutschen Verkehrsgerichtstags haben großen Einfluss auf deutsche Gesetze rund ums Thema Verkehr.

Vom 25. bis 27. Januar findet der 50. Deutsche Verkehrsgerichtstag statt. Und eines der Themen, über das die Fachleute beraten, sind Fahrräder mit Elektromotor.

Elektrofahrräder sehen so aus wie ganz normale Fahrräder, haben aber eine kleine Besonderheit an sich: Sie besitzen kleine Elektromotoren, die das Radeln erleichtern. Wenn man keine Kraft mehr hat, hört man einfach auf zu treten und lässt den Elektromotor den Rest erledigen.

Unterschiede zwischen Fahrrad und E-Rad

Bild vergrößernElektromotor an Alektrorad; Rechte: WDR/mauritius
Hier siehst du den Elektromotor.

Die Experten des Deutschen Verkehrsgerichtstags haben sich jetzt überlegt, ob die E-Bikes nicht eigentlich schon Mofas sind. Rechtlich ist das nämlich ein wichtiger Unterschied:

Ein Fahrrad darf jeder fahren, dazu braucht man keinen Führerschein und auch kein Kennzeichen. Und Erwachsene müssen in Deutschland auch nicht unbedingt eine Helm tragen, wenn sie Fahrrad fahren – es wird aber unbedingt empfohlen. Und sie können mit dem Rad Straßen und Radwege benutzen.

Mit einem Mofa oder einem Moped hingegen darf man das alles nicht. Für sie braucht man einen Führerschein, ein Kennzeichen und einen Helm. Und Radwege dürfen nur in seltenen Ausnahmefällen benutzt werden.


"Pedelec" – eine besondere Form des E-Rads

Bild vergrößernMann und Frau auf E-Bike; Rechte: WDR/dpa.

Der Deutsche Verkehrsgerichtstag hat vor allem über die sogenannten "Pedelecs" gesprochen – das ist eine Abkürzung für "Pedal Electric Cycle", also "Pedalangetriebenes Elektro-Fahrrad".

Beim Pedelec geht der Motor nur an, wenn man in die Pedale tritt. Er unterstützt also die eigene Muskelkraft, ersetzt sie aber nicht. Wenn man also einfach auf dem Sattel sitzt und nichts tut, dann bleibt man stehen.


Elektrofahrräder haben Vor- und Nachteile

Bild vergrößernE-Bike; Rechte:dpa.

Natürlich ist es praktisch, wenn man den Motor zu Hilfe nehmen kann, um damit einen steilen Berg raufzukommen. Aber die Räder können auch sehr gefährlich werden:

Pedelecs zum Beispiel erhöhen die Geschwindigkeit auf ca. 25 km/h – die leistungsstarken sogar auf bis zu 45 km/h. Das ist ganz schön schnell – und erhöht natürlich die Unfallgefahr.

Manche Experten fordern deshalb, eine Helmpflicht für Pedelecs einzuführen. Außerdem sollten Kinder unter 15 Jahren gar nicht damit fahren dürfen.


Frau auf Elektrorad; Rechte: WDR/mauritius.

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