Erklär mal!
Wie entsteht Wind?
Donnerstag, 05.01.2012 16:00 Uhr
Wind ist bewegte Luft. Die Bewegung kommt durch Wärme und Kälte zustande.
Erst Ulli und dann Andrea – in Deutschland sind in diesen Tagen ziemlich viele Stürme unterwegs.
Dabei zieht der Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern in der Stunde durch Nordrhein-Westfalen – kaum langsamer als Autos auf der Autobahn.
Wie ein Strohhalm
Wind ist Luft, die sich bewegt. Die große Frage ist also, wie kommt es dazu, dass sich Luft in Bewegung setzt? Dabei ist eine Eigenschaft von Luft sehr wichtig: Warme Luft steigt auf, kalte sinkt ab.
Auf der Erde gibt es immer Temperaturgegensätze, zum Beispiel zwischen dem kalten Meer und dem wärmeren Land. An einem sonnigen Tag am Meer zum Beispiel heizt sich das Land schneller auf als das Meerwasser.
Über dem Land steigt erwärmte Luft auf. Auf die kühleren Luftpakete über der See wirkt das wie ein Strohhalm: Sie werden Richtung Land gesaugt und steigen dann wie Luftballons auf. Am Strand merken wir das als Brise vom Meer.
Hoch und Tief
Nach diesem Prinzip kommt Luft überall auf der Welt in Bewegung, irgendwo weht immer Wind, zum Beispiel auch zwischen dem sonnig-warmen Südhang eines Tales und dem schattigen Nordhang oder am Rand von Gebirgen.
Bei uns in Nordrhein-Westfalen sind Meer und große Gebirge aber weit weg und spielen für den Wind nicht direkt eine Rolle.
Wenn die Wetterkundler vorhersagen wollen, von wo der Wind bei uns weht und wie stark er sein wird, schauen sie sich auf einer Karte den Luftdruck an. In Gebieten mit einem tiefen Luftdruck steigt Luft auf. So ein "Tief" zieht Luft an aus Gegenden mit einem hohen Luftdruck, den "Hochs".
Der Wind weht deswegen immer vom Hoch zum Tief. Liegen die beiden auf der Karte nah beieinander, wissen die Wetterkundler: Es wird stürmisch.

- Durch Hochs und Tiefs entsteht überall auf der Erde Wind.











