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Gleichheit

Das Lexikon der Gerechtigkeit

Gleichheit

Bild vergrößernDarstellung der Justitia; Rechte: Mauritius
Justitia, die Göttin der Gerechtigkeit, wird oft mit einer Augenbinde dargestellt. Sie soll nicht sehen, über wen sie richtet. Denn vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich.

Denkt man über Gerechtigkeit nach, so kann man schnell auf die Idee kommen, das es gerecht ist, wenn man alle gleich behandelt. Aber wer genau hinsieht, der merkt sehr schnell, dass es nicht so ist:

Stell dir vor, du räumst dein Zimmer auf. Dein kleiner Bruder schaut dir zu und kaut Kaugummi. Egal, was du sagst, er rührt keinen Finger. Er lacht sogar über dich: Wie dumm du bist, das Zimmer aufzuräumen!

Am Ende ist der Vater froh, wie schön das Zimmer aussieht und es soll eine Belohnung geben. Du und dein Bruder bekommen beide einen Euro für das Aufräumen. Ist das gerecht? Nein! Wer die Menschen gleich behandelt, der handelt also nicht unbedingt gerecht.

Aber es gibt einen Ort, an dem Menschen unbedingt gleich behandelt werden müssen: vor dem Gesetz; also vor Gericht! Es wäre schlimm, wenn dort Menschen aufgrund ihrer Haarfarbe, ihres Berufes oder ihrer Religion besser oder schlechter behandelt werden würden als andere.

Aus diesem Grund trägt die römische Göttin der Gerechtigkeit Justitia auch eine Augenbinde. Sie soll nicht sehen, über wen sie urteilt. Und auch in unserem Grundgesetz ist dieser Grundsatz fest verankert. Denn dort steht zu lesen: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

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