Das Lexikon der Gerechtigkeit
Griechen
Im alten Griechenland hat man sehr viel nachgedacht. Natürlich auch über Recht und Gerechtigkeit.
Die Philosophen fragten sich insbesondere: Was ist Gerechtigkeit überhaupt? Wie stellt man Gerechtigkeit her? Wie verteilt man etwas gerecht? Man kann doch nicht alle gleich behandeln!
Der alte Philosoph Aristoteles kam damals zu dem Entschluss, dass Gleichheit sehr wohl wichtig ist für die Gerechtigkeit. Aber man darf deshalb nicht alle Menschen automatisch immer gleich behandeln! Man muss hinschauen, überlegen und die Menschen vergleichen.
Wenn man zum Beispiel eine wichtige Medizin zu verteilen hat, dann soll nicht jeder von der Medizin bekommen. Das macht keinen Sinn. Derjenige, der krank ist - also derjenige, der die Medizin am meisten braucht - bekommt sie. Und wenn man eine Goldmedaille zu vergeben hat? Die bekommt derjenige, der am meisten geleistet hat. Also derjenige, der am schnellsten gelaufen oder am weitesten gesprungen ist.
Aber es gibt auch Momente, da muss man alle gleich behandeln: Bei den Grundrechten darf man keinesfalls einen Unterschied zwischen den Menschen machen. So hat zum Beispiel jeder das gleiche Recht zu Leben. Oder etwa nicht?
Die Ideen der Griechen haben bis heute Gültigkeit und sie finden sich auch im Grundgesetz wieder.






