Das Lexikon der Gerechtigkeit
Vertragstheorie
Wenn man die Menschen einfach machen lässt, dann geht es selten gerecht zu. Es gibt immer einen, der sich für etwas Besseres hält, als die anderen. Oder es gibt jemanden, der alle unterdrückt, nur weil er stärker oder mächtiger ist als die anderen.
Das haben auch die Philosophen gemerkt. Sie ahnten, dass es jemanden geben muss, der auf die Gerechtigkeit aufpasst. Und dieser jemand darf keinesfalls ein einzelner Mensch sein. Am besten man gründet eine Einrichtung, eine Art Amt. Oder noch besser: Der Staat - also wir alle - passen auf, dass es gerecht zugeht.
Aber wie gründet man so eine Gemeinschaft, so einen Staat? Wie kann man garantieren, dass diese Gemeinschaft gerecht ist?
Das tut man am besten, indem wir alle zunächst einen Vertrag abschließen. Denn wenn alle diesem Vertrag zustimmen, dann muss er gerecht sein.
Unser Grundgesetz ist so eine Art Vertrag. Wir haben zwar nicht alle unterschrieben, aber es stehen nur Dinge darin, denen wir theoretisch zustimmen können. Also ist dieser Vertrag gerecht und eine sehr gute Grundlage für ein friedliches Zusammenleben.






