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Kann man auch ohne Sex schwanger werden?

Herzfunk - Fragen über Körper, Liebe und Gefühle

Kann man auch ohne Sex schwanger werden?

Schluss mit den Unklarheiten! Hier steht, was genau passieren muss, damit eine Frau ein Baby bekommt.


Bild vergrößernMädchen hält Ohr an Bauch der schwangeren Mutter; Rechte: WDR

Ja, man kann auch ohne Sex schwanger werden.

Es gibt Paare, die nur mit Hilfe eines Arztes oder einer Ärztin ein Baby bekommen können. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

Es kann sein, dass der Mann nicht genug Samenfäden (Spermien) im Samenerguss hat. Oder, dass die Spermien nicht schnell genug sind. Oder, dass die Frau eine Entzündung in den Eileitern hat. Dann kommen die Spermien nicht bis zur Eizelle und können sie nicht befruchten.

Manchmal klappt's nicht von selbst

Mann und Frau tragen Babyschale zwischen sich; Rechte: dpa

In diesen Fällen gelingt es nicht, dass ein Paar beim Sex - du kannst auch sagen "miteinander schlafen"* – ein Baby zeugen kann.

*Miteinander schlafen bedeutet, dass der Mann seinen Penis in die Scheide der Frau schiebt. Dabei kommt es zu einem Samenerguss, und der Samen fließt aus dem Penis in die Scheide der Frau, wo er auf eine Eizelle treffen kann. Wenn Samen und Eizelle miteinander verschmelzen, ist die erste Zelle gezeugt worden. Aus ihr entsteht dann durch vielfache Teilung im Laufe von etwa neun Monaten das Baby.


Neun Monate später

Schwangere Frau, neunmal nebeneinander im Profil fotografiert; Rechte: mauritius images
So verändert sich der weibliche Körper von Monat zu Monat in der Schwangerschaft.

Was sind Kinderwunschzentren?

Mikroskopaufnahme von einer menschlichen Eizelle die künstlich befruchtet wird; Rechte: dpa
Hier siehst du unter dem Mikroskop, wie Spermien in eine menschliche Eizelle eingeführt werden.

In vielen Städten gibt es "Kinderwunschzentren". Wie Kinder gezeugt werden, weiß man heute schon so genau, dass dieser Vorgang sogar im Labor nachgeahmt werden kann.


Hilfe aus dem Labor

Bild vergrößernLaborangestellte schaut durch Elektronenmikroskop; Rechte: imago
Hier wird die künstlich befruchtete Eizelle unterm Mikroskop beobachtet.

Dazu brauchen die Ärztinnen oder Ärzte eine Eizelle der Frau und den Samen des Mannes.

Beide werden dann im Labor zusammengefügt, so dass sie verschmelzen: Die befruchtete Eizelle wird dann der Frau in die Gebärmutter eingepflanzt. Dort wächst das Baby heran.

In einem Kinderwunschzentrum können sich Paare helfen lassen, die kein Baby zeugen können. Ganz einfach ist diese Art der Befruchtung aber nicht. Sie gelingt nur bei etwa jedem fünften Paar, das in ein Kinderwunschzentrum kommt.

Wie die Befruchtung im Labor geschieht, kannst du in einem Artikel in der Zeitschrift "geolino" nachlesen.

Hier geht's zum geolino-Artikel "Babys aus dem Labor".


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Kind schreibt etwas in ein Heft; Rechte: dpa

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