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Warum müssen Jungs immer die Besten sein?

Herzfunk - Fragen über Körper, Liebe und Gefühle

Warum müssen Jungs immer die Besten sein?

Spätestens in der Grundschulzeit werden die Unterschiede zwischen Jungs und Mädchen deutlicher. Das sieht man auch im Verhalten.


Bild vergrößernZwei Jungs laufen auf einer Tartanbahn um die Wette; Rechte: WDR/mauritius images

Jungen bevorzugen oft ganz andere Spiele als Mädchen. Viele Jungen bewegen sich gern und messen gern ihre Kräfte im Spiel mit anderen Jungen. Ob sie dabei immer gleich die Besten sein wollen, steht nicht fest. Allerdings sagen Jungen-Forscher, die sich mit dem Verhalten von Jungen beschäftigten, dass Jungen gern wissen wollen, wo sie stehen.

Zwei Jungs kämpfen bei Ritterfestspielen mit Lanze und Schild; Rechte: dpa
Jungs wollen sich vergleichen, sie wollen ihre Kräfte austesten, Stärke beweisen und sie haben keine Scheu auch vor körperlichen Rangeleien.

IMMER die Besten?

Nein. Sicher verhalten sich manche Jungen so - aber nicht immer und nicht alle Jungs wollen die Besten sein und sich messen. Es gibt große Unterschiede.


Junge und Mädchen sitzen mit ihren Spielkonsolen auf dem Sofa; Rechte: WDR
Es geht auch gemeinsam!

Eins steht fest: Die Gene*

Ob du als Junge oder Mädchen auf die Welt kommst, ist schon im Moment der Zeugung in den Erbanlagen (Genen) festgelegt. Jungen und Mädchen unterscheiden sich am deutlichsten durch ihre Geschlechtsorgane. Das sind aber längst nicht die einzigen Unterschiede: Sie verhalten sich auch – oft jedenfalls - unterschiedlich.

*Gene = Erbanlagen enthalten außer dem Geschlecht noch viele weitere Informationen über den Menschen: Haar- und Augenfarbe, Hautfarbe, Körpergröße und auch einige Eigenschaften wie beispielsweise ob du musikalisch oder sportlich bist, sind dir durch die Gene deiner Eltern mit in die Wiege gelegt.

Forscherinnen und Forscher sind sich einig, dass die genetischen Anlagen nur zum Teil bestimmen, warum sich Jungen oft anders verhalten und ihre eigenen Interessen entwickeln: Auch die Erziehung führt dazu, wie sich Jungen oder Mädchen verhalten.


Formel 1-Fahrer Sebastian Vettel schaut auf dem Siegerpodest hoch zu Fernando Alsono; Rechte: dpa
Auch große Jungs wollen gerne die Besten sein. Hier schaut Formel 1-Fahrer Sebastian Vettel neidisch auf seinen Kollegen Fernando Alonso.

Wofür die Gene nichts können: Erziehung

Jungen werden für wildes Verhalten immer noch "belohnt". Eltern zeigen ihrem Jungen, dass sie das gut finden und loben sie für ihren körperlichen Einsatz zum Beispiel beim Spielen oder beim Sport. So geben sie in der Erziehung das Signal: "So bist du richtig, so bist du prima! So möchte ich dich haben." Auf diese Weise merken Jungen, was die Eltern von ihnen erwarten und verhalten sich dann eher so.

Aber: Durch bloßes Loben und Erziehen machen Eltern nicht aus einem Bastelkind einen Fußballer oder aus einem Jungen, der gerne sägt und hämmert, einen, der ins Ballett gehen will. Was aus einem Jungen wird, liegt zum Teil an den Erbeigenschaften, mit denen er auf die Welt kommt, und zum Teil auch an ihm selbst: Denn je größer man wird, umso mehr entscheidet man auch, was zu einem selbst am besten passt.


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Kind schreibt etwas in ein Heft; Rechte: dpa

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