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Was ist ADHS?

Herzfunk - Fragen über Körper, Liebe und Gefühle

Was ist ADHS?

Diese Frage hat Sorina dem Herzfunk gestellt.


Bild vergrößernScrabblespiel: Buchstaben ABC stehen hochkant; Rechte: WDR

ADHS ist die Abkürzung für die Worte: Aufmerksamkeitsdefizit–Hyperaktivitätssyndrom.

Und das wiederum bedeutet, jemand kann sich nicht gut konzentrieren und/oder ist körperlich sehr unruhig, sehr nervös, kann nicht gut ruhig sitzen.

"Normal" oder nicht?

Ob jemand ADHS hat oder nicht, lässt sich oftmals schwer sagen. Die Übergänge zwischen "unruhig sein und sich nicht konzentrieren können" bis hin zu einer ganz starken Form - also, dass jemand wirklich nicht mehr weiß, wohin mit sich -  sind fließend.

Das sieht man auch an Zahlen: Es heißt, 2 - 10 Prozent der Kinder in Deutschland haben dieses sogenannte Syndrom. Das ist eine sehr ungenaue Angabe, schließlich ist es ein großer Unterschied, ob nur zwei von 100 Kindern ADHS haben (also 2 Prozent) oder sogar zehn von 100 (das wären dann 10 Prozent).

Experten sagen, dass es auch von der Umwelt abhängt, ob jemand als ADHS'ler bezeichnet wird. Es kommt darauf an, wie viel Unruhe Eltern, Lehrer oder Mitschüler als normal ansehen und aushalten.


Zwei Jungs toben auf Turnmatten; Rechte: Picture-Alliance
Nicht jede Toberei bedeutet gleich, dass ein Kind hyperaktiv ist!

Warum Kinder unruhig sind

Bild vergrößernZwei Jungen brüllen sich im Streit an; Rechte: Picture-Alliance

Dafür kann es viele Ursachen geben. Es kann angeboren sein, es kann an der Umwelt liegen, es kann auch an Substanzen im Gehirn liegen.

Wenn es an der Umwelt liegt, so hat ein Kind vielleicht Ärger mit den Eltern, oder es macht sich Sorgen, weil die Eltern sich viel streiten oder sich für das Kind unverständlich verhalten.

Vielleicht hat das Kind auch großen Ärger in der Schule oder mit Freunden ...


Alle können etwas tun!

  • Lehrerinnen und Betreuerinnen können dafür sorgen, dass ein Kind, wenn es eine Aufgabe erledigen muss, nicht durch anderes abgelenkt ist. Sie können vor allem auch darauf achten, was das Kind gut kann und diese positiven Fähigkeiten - wie zum Beispiel Fußballspielen, Musizieren oder, Kochen - fördern.
  • Mitschüler können vielleicht Verständnis entwickeln, dass das unruhige Kind nicht extra blöd ist und sie ärgern will, sondern, dass es im Moment nicht anders kann.

Spieltipp für Betroffene:

"Zappelix zaubert"
Ein Computerspiel, das der Arzt Dr. Helmut Bonney für unruhige Kinder entwickelt hat. Erschienen ist es bei der Multi Media Manufaktur. Es ist allerdings sehr teuer: 119 Euro.


Jeden zweiten Mittwoch gibt es eine neue Folge des Herzfunks bei LILIPUZ.

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Kind schreibt etwas in ein Heft; Rechte: dpa

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