Heckers Hexenküche
Die durstige Windel
Windeln haben viel Durst! Müssen sie auch, sonst würden sie ja ständig auslaufen.
Was brauchen wir?
1 Babywindel (unbenutzt)
1 Küchenspüle
1 Küchenwaage
1 Esslöffel
Wasser
Was machst du zuerst?
Teste doch mal, wie viel Pipi – also Wasser – eine ganz normale Einmal-Windel aufnehmen, das heißt speichern und damit festhalten kann.
Lege zuerst die leere und trockene Windel auf die Küchenwaage und messe ihr Gewicht.

- Unser Tipp: Das Experiment unbedingt mit frischer Windel durchführen!
Wie geht es weiter?
Lege die Windel mit der Innenseite nach oben auf die Küchenspüle. Dann gibst du esslöffelweise Wasser in die Windel – so lange, bis die Windel nichts mehr aufnehmen kann. - Wie viele Esslöffel voll Wasser hast du dafür gebraucht?
Jetzt legst du die dicke Windel vorsichtig auf die Küchenwaage und misst wieder ihr (Voll-)Gewicht.

- Windeln funktionieren ähnlich wie Wackelpudding-Pulver.
Wie funktioniert das?
Das Saugmaterial in Windeln funktioniert ähnlich wie das Pulver von der Götterspeise (Wackelpudding): Es quillt enorm auf und saugt dabei Wasser auf. Aber nicht nur das, es kann das Wasser in seinen Strukturen festhalten, so ähnlich, wie wenn man eine Einkaufstüte mit vielen Sachen drin mit den Armen festhält.
In Babywindeln sind heute so genannte "Superabsorber" enthalten. Das ist ein Kunststoff-Pulver, das aussieht wie Salz, aber bis zum 500-fachen seines eigenen Gewichtes an Flüssigkeit speichern können. Mittlerweile gibt es die dritte Generation von Babywindeln. Sie kann nicht nur enorm viel Flüssigkeit – also Pipi – aufnehmen, sondern sogar festhalten, wenn man drauf drückt. Dann kann das Baby sich auch auf den Popo fallen lassen, ohne dass die volle Windel ausläuft.
Gute Windeln haben aber auch Nachteile: Kinder werden heute erst später "stubenrein" als früher. Weil die modernen Windeln eben so extrem gut sind, sind sie auch angenehm auf der Haut und das Baby hat keinen Grund, sich aufs unbequeme Töpfchen zu setzen. Es ist ja auch sehr komfortabel, jederzeit und überall "machen" zu können, als extra eine Toilette aufzusuchen.
Übrigens:
Eine Windelmaschine stellt übrigens zehn Windeln in der Sekunde her. Deutschlandweit werden pro Tag schätzungsweise 10 Millionen (10.000.000) Stück davon verbraucht.
"Heckers Hexenküche" senden wir regelmäßig donnerstags bei LILIPUZ macht Schule.









