Heckers Hexenküche
Es wird brenzlig!
In Herrn Heckers Feuer-Experimenten dreht sich alles um die drei Bestandteile des Feuers: Sauerstoff, Hitze und Brennstoff - also alle Stoffe, die dafür sorgen, dass Feuer überhaupt entsteht.
Feuer ist klasse. Feuer ist gefährlich. Wenn die Kerze brennt, ist es gemütlich, wenn der Tannenbaum brennt, wird’s ungemütlich. Mit Feuer müssen wir vorsichtig umgehen, sonst hört der Spaß auf. Aber auf was müssen wir achten?
Feuer braucht nur drei Dinge zum Brennen. Und die müssen wir unter Kontrolle haben ...
1. Experiment: Unsichtbare Zündschnur
Was brauchst du?
- 1 Kerze;
- 1 Feuerzeug;
- 1 Erwachsenen, der dir helfen darf.
Wie fängst du an?
Zünde die Kerze an oder - noch eleganter - lasse sie dir von deinem erwachsenen Assistenten anzünden. Warte etwa eine Minute, bis die Flamme richtig brennt und das Wachs unter der Flamme flüssig geworden ist.
Was machst du dann?
Puste die Kerze aus.
Was passiert?
Ein Rauchfaden steigt von der Kerze nach oben.
Wie geht’s weiter?
Zünde das Feuerzeug an und halte die Flamme etwa einen Fingerbreit entfernt in den Rauchfaden, der von der Kerze kommt.

- Dieser Rauchfaden aus Wachsdampf ist für die Feuerzeugflamme wie eine Zündschnur.
Was passiert jetzt?
Die Flamme flitzt am Rauchfaden entlang zum Docht und die Kerze brennt plötzlich wieder.
Wie kommt das?
Was bei einer Kerze passiert, wenn sie brennt, ist trickreich. Zündest du sie an, ernährt sich die Flamme von dem restlichen Wachs im Docht und bringt dabei das Wachs unter ihr zum Schmelzen. Das flüssige Wachs steigt im Kerzendocht nach oben und versorgt dort die Flamme mit Nachschub zum Brennen.
Genau genommen brennt eigentlich nicht das Wachs, sondern der Wachsdampf. Der Wachsdampf ist es auch, der einen Rauchfaden bildet, wenn du die Flamme auspustest. Dieser Rauchfaden aus Wachsdampf ist für die Feuerzeugflamme wie eine Zündschnur. Das Feuer verbrennt den Wachsdampf und wandert dabei blitzschnell zum Docht, wo der Rauch herkommt. Und schwupps ist die Kerze wieder angezündet.
Wo kommt das vor?
Feuer braucht immer einen Brennstoff, also ein Material, das verbrannt wird. Dabei bleibt Asche übrig. Ohne Brennstoff gibt es kein Feuer - kein Lagerfeuer, kein Kerzenfeuer, keine Feuerzeugflamme. Aber auch keinen Waldbrand, keinen Hausbrand und keinen brennenden Tannenbaum.

- Ohne Brennstoff gibt es kein Feuer - auch keinen Waldbrand.
2. Experiment: Atemnot für eine Flamme

- Du brauchst: So viele Teelichter in Glasgefäßen, wie du finden kannst.
Was brauchst du?
- Verschieden hohe Glasgefäße (z. B. Trinkgläser, Glasschüsseln, Glaskannen)
- Teelichte
- 1 Feuerzeug
- 1 Erwachsenen als persönlichen Assistenten
Wie fängst du an?
Zünde so viele Teelichte an, wie du Glasgefäße hast. Lasse die Teelichte ein paar Minuten lang brennen.
Was machst du dann?
Stülpe über jedes Teelicht ein Glasgefäß.
Was passiert?
Zuerst brennen die Teelichte weiter. Aber nach und nach gehen sie aus. Zuerst in den kleinen Glasgefäßen, wie etwa kleinen Gläsern, dann unter den größeren, wie Glasschüsseln oder Glaskannen.
Wie kommt das?
Feuer braucht Sauerstoff (chemisches Zeichen "O2"), um zu brennen. Allerdings wird der Sauerstoff nicht "verbrannt", sondern umgesetzt. Er wird zu Kohlendioxid, zu "CO2". Ohne Sauerstoff gibt es kein Feuer.
Wo kommt das vor?
Wenn deine Eltern zu Hause den Herd zu hoch drehen, kann es passieren, dass das Fett in der Pfanne zu heiß wird und anfängt zu brennen. Solch ein Fettbrand ist gefährlich, denn wird jetzt mit Wasser gelöscht gibt es eine Explosion - echt! Aber legt man eine Feuerlöschdecke drüber, kommt kein Sauerstoff mehr dran und das Feuer in der Pfanne geht aus. Denn: ohne Sauerstoff kein Feuer.

- Brennendes Fett in einer Pfanne darfst du niemals mit Wasser löschen! Bei brennendem Öl brauchst du eine Löschdecke.
3. Unkaputtbarer Luftballon.

- Mit einem aufgeblasenen Ballon und einer Kerze geht es los.
Was brauchst du?
- 2 Luftballons;
- etwas Wasser;
- 1 Kerze;
- 1 Feuerzeug;
- 1 Erwachsenen, der dich unterstützt.
Wie fängst du an?
Zünde die Kerze an und puste einen Luftballon auf. Tipp: Erwachsene eignen sich prima zum Luftballonaufpusten!
Was machst du dann?
Halte den aufgepusteten Luftballon über die Kerzenflamme.
Was passiert?
Poff!
Was machst du nun?
Puste den anderen Luftballon halb auf und halte die Tülle zu. Gehe zum Spülbecken und ziehe die Tülle vorsichtig über den Wasserhahn. Lasse etwa einen Fingerbreit kaltes Wasser in den Luftballon laufen. Ziehe den Luftballon vom Wasserhahn ab, puste ihn vorsichtig ganz auf und knote ihn zu. Tipp: Für diese Arbeit bietet sich der Erwachsene an!
Halte den Luftballon über die Kerzenflamme.
Was passiert?
Nix. Gar nix. Weniger als nix. Der Luftballon wird unten höchstens etwas schwarz vom Kerzenruß.
Wie kommt das?
Das Wasser im Luftballon "löscht" das Feuer, obwohl es überhaupt nicht mit dem Feuer in Berührung kommt. Und das geht so:
Die Hitze der Kerzenflamme krabbelt blitzschnell durch die dünne Luftballonhaut durch und wird vom Wasser aufgenommen. Das Wasser im Luftballon ist für die Hitze das, was ein Schwamm für das Wasser ist.
Die Gummihaut des Luftballons geht erst bei rund 200 Grad Celsius kaputt. Solange Wasser im Ballon ist, kann sie aber nicht heißer werden als 100 Grad Celsius (denn ab da verdampft Wasser), denn das Wasser kühlt die Luftballonhaut. Deshalb kann sie gar nicht kaputt gehen.
Wo kommt das vor?
Wasser kann unglaublich viel Hitze aufnehmen. Das merkst du, wenn du auf dem Herd einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen willst - es dauert ewig, bis das Wasser endlich kocht.

- Bis Wasser kocht, dauert es oft ewig. Das kommt daher, dass Wasser sehr viel Hitze aufnehmen kann.
"Heckers Hexenküche" senden wir regelmäßig donnerstags bei LILIPUZ macht Schule.










