Radiomikroskop
Warum soll man Äpfel nicht mit Birnen vergleichen?
Ein altes Sprichwort sagt, man soll Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Aber wie ist das gemeint?
Jetzt im Spätsommer ist die schöne Zeit, in der überall die Äpfel und Birnen reif sind. Ganz schön lecker! Manche Leute mögen lieber Äpfel, manche lieber Birnen. Beide Früchte sind miteinander verwandt, und ein bisschen ähnlich schmecken sie auch. Warum sagen dann aber Erwachsene manchmal, man soll Äpfel und Birnen nicht vergleichen?
Unsere Radiomikroskop-Reporterin Verena von Keitz hat es natürlich trotzdem getan - also Äpfel mit Birnen verglichen – und sie hat herausgefunden, was hinter diesem Sprichwort wirklich steckt.
Äpfel und Birnen im Test

- Anton, Emma und Jonathan sitzen um Tisch herum und experimentieren mit Obst.
Gemeinsam mit Jonathan, Jakob, Emma und Anton aus Bonn hat Verena den Test gemacht: Hoch wissenschaftlich haben sie im Esszimmer auf dem Holztisch Äpfel mit Birnen verglichen: Welche Fruchtsorte wiegt mehr? Welche schwimmt besser? Welche zermatscht eher? Und wo ist mehr Saft drin?
Natürlich brauchten sie dafür jede Menge Versuchsobjekte: Und die hatte Verena mitgebracht: acht knackig rot-grüne Äpfel und acht saftige Birnen.
Also kann man Äpfel und Birnen doch prima miteinander vergleichen. Emma, Anton, Jakob und Jonathan haben daher mal ein bisschen nachgedacht, was denn mit dem Sprichwort nun gemeint sein könnte.
Wissenschaftlich erklärt: Der Apfel-Birnen-Vergleich
Um der Sache auf den Grund zu gehen, hat sich Verena mit Professor Peter Sawicki getroffen. Er ist Arzt und er leitet das IQWIG-Institut in Köln, das Institut für die Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen – komplizierter Name! Dort beschäftigt er sich täglich mit wissenschaftlichen Studien, und in wissenschaftlichen Studien wird ja auch oft verglichen. Verena hat ihn gefragt, was er zu dem Spruch "Man soll Äpfel nicht mit Birnen vergleichen" meint.
Vergleiche wissenschaftlich ausgewertet

- In einer Studie werden die Eigenschaften von Dingen untersucht und miteinander verglichen.
In wissenschaftlichen Studien wird zum Beispiel untersucht, ob ein Medikament besser gegen Kopfschmerzen wirkt als ein anderes - oder ob es bei einem verknacksten Fuß besser ist, ihn hochzulegen und zu kühlen oder eine bestimmte Salbe aufzutragen.
Professor Peter Sawicki und seine Mitarbeiter vom IQWIG-Institut überprüfen solche Studien. Sie achten darauf, ob die Vergleiche in den wissenschaftlichen Studien fair und korrekt durchgeführt wurden. Das ist aber gar nicht so einfach – und deshalb hat sich Verena von Peter Sawicki noch mal genau erklären lassen, worauf man bei einer Studie achten muss. Und er hat sich ein Beispiel überlegt, das gerade gut in die Jahreszeit passt...
Das Radiomikroskop läuft vier- bis fünfmal im Jahr an einem Sonntag bei LILIPUZ.








