Geschichte
01.10.1985 - Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer wird Nationalpark
Das Wattenmeer ist der Lebensraum vieler Tiere und bekam deshalb vor 25 Jahren besonderen Schutz: Das Watt wurde Nationalpark.
Das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer zieht sich von den Niederlanden über Deutschland bis nach Dänemark. Wie immer am Meer gibt es auch hier Ebbe und Flut. Der Meeresboden ist hier aber so flach, dass bei Ebbe das Wasser ganz weit weg zieht und man überhaupt nicht mehr baden kann. Dafür erstreckt sich dann, soweit die Blicke reichen, eine weite, sandig-matschige Fläche, das Watt.
Lebensraum vieler Tiere

- Diese Vögel suchen im Watt nach Nahrung.
Wer genau hinsieht, kann hier viel entdecken: Krabben, Muscheln, Krebse, die witzigen Sandwürmer, Seerobben – und endlos viele Vögel. Denn die finden auf ihrem Zugweg nach Norden oder Süden im Watt einen reich gedeckten Tisch. Hier können sie sich sattfressen und dann ihre weite Reise fortsetzen. Weil dieses Gebiet so besonders ist und eine Nahrungsquelle für viele Tiere, ist es im Jahr 1985 zum Schutzgebiet ernannt worden und heißt seitdem: "Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer".
Baden nur bei Flut
Nationalparks sind wichtige Rückzugsgebiete für Tiere. Dort ist den Menschen nicht alles erlaubt: Sie dürfen nicht zu jeder Zeit überall hin. Sie müssen die Bedürfnisse der Tiere berücksichtigen und dürfen nicht alles einsammeln und gefundene Gegenstände aus der Natur einfach mitnehmen.
Wer baden will, muss sich den Tidenkalender ansehen. Er zeigt an, wann Ebbe und Flut ist und wann das Wasser seinen höchsten Pegel erreicht.
Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.









