Geschichte
02.12.1982: Zum ersten Mal wurde einem Menschen dauerhaft ein künstliches Herz eingepflanzt
Ohne Herz können wir nicht leben. Wie gut dass die Medizin inzwischen großartige Möglichkeiten hat, herzkranken Menschen zu helfen.
Wenn du deine Hand auf die Brust legst, dann kannst du deinen Herzschlag spüren. Das Herz pumpt Blut mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff durch den Körper, und dafür zieht es sich immer wieder zusammen.
Bei Kindern schlägt das Herz etwa 100 mal pro Minute, bei Erwachsenen etwas weniger, weil die ja ein größeres Herz haben, das mit einem Mal eine größere Menge Blut in den Körper pumpen kann. Doch was tun, wenn das Herz nicht mehr richtig funktioniert?
Im Laufe der Jahrhunderte haben Mediziner sich viel einfallen lassen, um herzkranken Menschen zu helfen. Und jede neue Operationsmöglichkeit, die mit dem Herz zu tun hatte, war für die Menschen immer sehr aufregend: So wurde vor vierzig Jahren zum ersten Mal das Herz einer durch einen Unfall verstorbenen Frau einem herzkranken Patienten eingepflanzt.
Und noch mal 15 Jahre später, also vor 25 Jahren, erprobten amerikanische Ärzte wieder was Neues: Sie pflanzten dem Rentner Barney Clark ein künstliches Herz ein.
Dieses künstliche Herz war etwas größer als das echte Herz des Patienten (ein Herz ist immer ungefähr so groß wie die eigene Faust), wog aber genauso viel. Es hieß "Jarvik 7" nach seinem Erfinder Robert Jarvik, bestand aus Kunststoff und pumpte das Blut durch den Körper.
Angetrieben wurde es von einem großen Kompressor, der neben dem Bett des Patienten in einer Art Einkaufswagen stand. Doch obwohl Barney Clark sogar ein bisschen laufen konnte, kam sein Körper nicht mit der neuen Herzmaschine klar. Dreieinhalb Monate nach der Operation starb er.

- Hier operieren Chirurgen einen Herzpatienten.
Heutzutage setzen Ärzte mehr auf eine Art kleinen Herz-Assistenten: Damit sind kleine Pumpen gemeint, die an das echte Herz angeschlossen werden, und die dem Herz beim Pumpen des Blutes helfen. Und diese neuen künstlichen Herzpumpen sind in der Regel auch nicht mehr an einen großen Kompressor angeschlossen, sondern werden mit Batterien angetrieben.
Dadurch können sich die Patienten viel freier bewegen. Und wenn die Batterie zu Ende geht, fängt sie früh genug an zu piepen, damit man sie wieder aufladen kann.
Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.










