Geschichte
08.07.1990: Deutschland wird Fußball-Weltmeister
In Italien gewinnt das deutsche Team den Weltpokal.
Wahrscheinlich träumt jeder Fußballspieler, der bei einer Weltmeisterschaft mitspielen darf, davon, wie es wäre, wenn er mit seiner Mannschaft den Titel holt. Gewinnen kann aber immer nur ein Fußballteam.
Im Sommer 1990 bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Italien wurde dieser Traum für die Deutschen Wirklichkeit.
Die Nationalmannschaft kickte sich durch bis ins Finale und besiegte unterwegs Mannschaften wie die Niederlande, England und Argentinien.
Beckenbauers Team

- Die deutsche Fußballnationalmannschaft vor dem Spiel gegen Kolumbien.
Mit 22 Spielern war der Trainer Franz Beckenbauer, auch genannt 'Fußballkaiser' nach Italien gereist. Dabei waren Fußballer, die durch die WM 1990 weltberühmt wurden und es bis heute geblieben sind: Es sind Spieler wie Lothar Matthäus, Jürgen Klinsmann oder Rudi Völler.
So spannend wie ein Krimi
Das Fußballturnier war für die Deutschen ein einziger großer, spannender Krimi, der sich durch fast alle WM-Spielen fortsetzte. Da war zum Beispiel das Achtelfinale Deutschland gegen die Niederlande, in dem Jürgen Klinsmann als Stürmer glänzte. Nach dem Spiel sagte er, dass er sein phänomenales Tor seinem Mannschaftskollegen Rudi Völler widmete. Damit wollte er wahrscheinlich Rudi Völler trösten, der in der 20. Spielminute zu Unrecht vom Platz verwiesen worden war.
Ein niederländischer Spieler, Frank Rijkaard, hatte ihn während des Spiels von hinten angespuckt – einfach so. Daraufhin gab es einen großen Tumult auf dem Fußballfeld und der Schiedsrichter schickte Rijkaard und Völler auf die Bank am Spielfeldrand. Kleiner Trost: Deutschland gewann das Spiel 2:1 gegen die Niederlande und stand danach im Viertelfinale.
Halbfinale gegen England
Im Halbfinale gegen England hatte die Deutsche Mannschaft die besseren Nerven. Nach 90 Minuten stand es 1:1 und das Spiel wurde mit einem Elfmeterschießen beendet. Der letzte englische Spieler am Ball war Chris Waddle. Er war so nervös, dass er seinen Ball nicht ins deutsche Tor, sondern meterhoch in den Himmel schoss. Das Spiel endete 5:4 und Deutschland stand im Finale.
Auch hier entschied am Ende ein Elfmeter, allerdings als Strafstoß. Der Schiedsrichter meinte den Argentinier Roberto Sensini für ein Foul an Rudi Völler bestrafen zu müssen. Das war Glück für die Deutschen, weil die Filmaufnahmen vom Spiel im Nachhinein deutlich zeigten, dass das Foul gar kein richtiges Foul war.
Elfmeter im Finale gegen Argentinien

- Unhaltbar war der Schuss von Andreas Brehme.
Andreas Brehme war der Elfmeterschütze und schoss den Ball mit großer Wucht aufs Tor. Der argentinische Torwart hatte keine Chance – der Ball war drin.
Damit waren die Deutschen Fußball-Weltmeister und die Deutschen Fans nicht mehr zu halten. Sie feierten und kamen zwei Tage später zu Tausenden nach Frankfurt um die heimkehrende Nationalmannschaft zu empfangen – die Mannschaft und ihren goldenen Weltpokal.

- Mit ihren Fans feierten sie in Frankfurt den Weltmeister-Titel.
Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.









