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09.11.1989: Der Fall der Berliner Mauer

Geschichte

09.11.1989: Der Fall der Berliner Mauer

Am 9. November 1989 wurde in Berlin die Mauer geöffnet. 28 Jahre lang hatte sie die Stadt in zwei Teile geteilt.

Bild vergrößernBrandenburger Tor mit Grenzmauer und DDR-Grenzschild davor; Rechte: imago stock&people
Quer durch Berlin verlief die Mauer und trennte Ost von West. Das Brandenburger Tor gehörte damals noch zu Ostberlin.

Man mag es heute gar nicht mehr glauben, aber 28 Jahre lang zog sich eine schwer bewachte Grenze durch Deutschland und teilte unser Land in zwei Teile: In die Bundesrepublik im Westen und die DDR, die Deutsche Demokratische Republik, im Osten.

Auch die Stadt Berlin war geteilt: Hier trennte eine hohe Betonmauer mit Stacheldraht den einen vom anderen Teil. Die Menschen, die in der DDR lebten, waren also eingesperrt: Sie durften nicht in den Westen reisen, nicht einmal, um ihre Verwandten dort zu besuchen. Sie hatten auch weniger Freiheiten als die Westdeutschen: Im Osten gab es keine wirkliche Demokratie, weil nur eine Partei bestimmt hat.

Nach dem Krieg...

Maurer errichten Mauer in der Bernauer Starße in Berlin; Rechte: dpa/fkm011
...werden Ost- und Westdeutschland geteilt und später sogar durch eine streng bewachte Mauer getrennt. Auf dem Bild siehst du Maurer beim Mauerbau in Berlin.

Bild vergrößernStacheldraht auf der ehemaligen Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland; Rechte: ddp/Loos
Stacheldraht sollte die Menschen daran hindern über die Mauer zu klettern.

Das alles hatte mit dem 2. Weltkrieg zu tun: Die Deutschen hatten ihn unter Adolf Hitler angefangen und unendlich viel Leid über die Menschen in Europa gebracht. Amerikaner, Engländer und Russen hatten Hitlers Truppen 1945 gemeinsam besiegt. Sie wollten verhindern, dass Deutschland noch einmal einen Krieg anfing. Deshalb teilten sie das Land auf: Der östliche Teil wurde von den Russen besetzt, der westliche von Amerikanern, Engländern und Franzosen.

In den nächsten Jahren wurde aus dem Westen die Bundesrepublik und aus dem Osten die DDR. Weil es den Leuten im Westen aber besser ging, liefen immer mehr Bürger aus der DDR weg. So beschloss die DDR-Regierung 1961, ihre Bürger einfach einzusperren: Sie baute die Mauer durch Berlin und zog eine unüberwindliche Grenze durch den Rest des Landes. Die Menschen, die danach versuchten, aus der DDR zu fliehen, wurden manchmal sogar von den Grenzsoldaten erschossen.


Mann winkt über die Mauer von Ost- nach Westdeutschland hinüber; Rechte: imago stock&people
Dieser Mann würde gerne hinüber nach Westen, darf aber nicht.

Das änderte sich erst 1989: Inzwischen waren die Menschen in der DDR so unzufrieden mit ihrem Staat, dass immer mehr auf die Straßen gingen. Sie riefen "Wir sind das Volk!" oder "Die Mauer muss weg!".  Unter diesem Druck gab die Regierung schließlich nach: Völlig überraschend öffnete sie am Abend des 9. November die Mauer. Überglückliche Menschen aus Ost und West strömten in Berlin zusammen und fielen sich in die Arme. Aus den zwei Teilen wurde wieder ein Land.


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