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1. Juli 1858: Darwin veröffentlicht seine Evolutionstheorie

Geschichte

1. Juli 1858: Darwin veröffentlicht seine Evolutionstheorie

Wie haben sich Tiere zu dem entwickelt, was sie sind? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Naturforscher Charles Darwin.

Bild vergrößernNahaufnahme eines Gorillas; Rechte: dpa
Ein alter Verwandter?

Darwins Evolutionstheorie erklärt, warum es auf der Erde so viele verschiedene Lebewesen gibt, und warum manche Arten sich ähnlicher sehen als andere.

Für uns ist das heute ganz normal - zum Beispiel auch die Vorstellung, dass Menschen und Affen vor langer Zeit mal einen gemeinsamen Urahnen hatten.

"Guten Tag! Wussten Sie eigentlich...

...dass wir beide gemeinsame Vorfahren haben?"

Doch es ist erst 150 Jahre her...

Bild vergrößernPortrait von Charles Darwin; Rechte: dpa
Charles Darwin

... dass Charles Darwin mit seinen Erkenntnissen an die Öffentlichkeit ging: im Sommer 1858.

Seit über zwanzig Jahren hatte sich der englische Naturforscher schon mit der Frage beschäftigt, wie die verschiedenen Tier- und Pflanzenarten auf der Erde entstanden sein könnten.

Als junger Mann war er fünf Jahre lang um die Welt gesegelt und hatte in vielen Ländern fremdartige Pflanzen und Tiere kennen gelernt - unter anderem hier:


Auf den Galapagos-Inseln

Blick auf die Galapagosinseln; Rechte: dpa

Auf den Galapagos-Inseln traf er Finkenvögel, die alle ähnlich aussahen, aber unterschiedliche Schnäbel hatten. Die einen fraßen Insekten, andere Früchte und Beeren, wieder andere knackten Körner.

Als Darwin diese Vögel beobachtete, wuchs in ihm eine Erkenntnis: Die Galapagos-Finken hatten vermutlich einen gemeinsamen Urahnen - ein Finkenvogel, der vom südamerikanischen Festland stammte und irgendwann zu den Galapagos-Inseln geflogen war.


Darwins neues Weltbild

Bild vergrößernFregattvogel-Küken; Rechte: dpa
Auch viele Arten der lustigen Fregattvögel leben auf den Galapagos-Inseln.

Aus diesem Urahn hatten sich im Laufe der Zeit verschiedene Finken-Arten mit unterschiedlichen Schnäbeln gebildet. Damit war die Evolutionstheorie geboren, die das Weltbild der Menschen im 19. Jahrhundert völlig auf den Kopf stellte.

Deshalb traute sich Darwin lange Zeit nicht, öffentlich zu verkünden, dass sich Lebewesen weiterentwickeln und neue Arten entstehen können. Denn zu der Zeit glaubten die meisten Leute, dass alle Tiere, Pflanzen und der Mensch von Gott geschaffen worden waren - und zwar genauso, wie sie noch immer aussahen.


Die Entwicklung der Arten

Schematische Zeichnung der Entwicklung vom Affen zum Menschen; Rechte: dpa
So könnte sich der Mensch entwickelt haben.

Stattdessen zog Darwin sich in ein Haus auf dem Land zurück. Dort machte er jahrelang Zuchtversuche mit Haustauben, Pflanzensamen und Krebstieren – bis er im Juni 1858 einen Brief von einem jungen Forscher namens Alfred Wallace erhielt, der auf Malaysia fast genau die gleichen Erkenntnisse zur Entstehung verschiedener Arten hatte wie Darwin selbst.


Darwins Entschluss

Dies war der Auslöser für Darwin, endlich an die Öffentlichkeit zu gehen: Am 1. Juli 1858 wurde die Arbeit von Alfred Wallace gemeinsam mit einem Auszug aus Darwins eigenem Werk auf der Sitzung einer berühmten Naturforscher-Gesellschaft vorgelesen.

Und ein Jahr später veröffentlichte Charles Darwin endlich sein Buch "Über die Entstehung der Arten" - und wurde damit weltberühmt.


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