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14.06.1985: Das Schengener Abkommen wird unterschrieben

Geschichte

14.06.1985: Das Schengener Abkommen wird unterschrieben

Passkontrollen an deutschen Grenzübergängen sind Vergangenheit - dank des Schengener Abkommens.

Bild vergrößernEin deutscher Polzeibeamter kontrolliert am Grenzübergang in Waidhaus (Oberpfalz) einen Lastwagenfahrer; Rechte: dpa

Wenn du in den nächsten Wochen in den Urlaub fährst, dann kannst du die Grenzen zu unseren Nachbarländern einfach überqueren.

Das war nicht immer so: Vor 25 Jahren gab es überall in Europa Grenzkontrollen. Man musste anhalten, seinen Ausweis zeigen und sein Gepäck kontrollieren lassen. Das war lästig und dauerte eine Weile.

Stau auf der Autobahn München - Salzburg an der Grenzübergangsstelle Freilassing. Aufnahme aus dem Jahr 1981; Rechte: dpa
An den Grenzübergängen bildeten sich oft lange Schlangen, wie hier auf der Autobahn München-Salzburg an der Grenzübergangsstelle Freilassing.

1985: Der erste Schritt zur Abschaffung der Grenzkontrollen

Um das zu ändern, trafen sich am 14. Juni 1985 Politiker aus Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Belgien und den Niederlanden in dem kleinen luxemburgischen Dorf Schengen. Weil das Dorf so winzig ist, dass es dort nicht einmal einen großen Saal gab, setzten sich die Vertreter der fünf Länder auf einem Schiff auf der Mosel zusammen. Sie beschlossen, die Grenzkontrollen zwischen ihren Ländern abzuschaffen.


Denkmal für das Schengener Abkommen; Rechte: dpa
Das winzige Schengen mit seinen 400 Einwohnern ist durch das Abkommen weltberühmt geworden. Ein Denkmal aus Eisen und Sternen erinnert heute an den 14. Juni 1985 - den Tag, an dem die Vertreter der fünf Länder auf dem Moselschiffchen zusammen kamen.

Bevor allerdings die Grenzhäuschen tatsächlich abgebaut und die Schlagbäume geöffnet wurden, sollten noch zehn Jahre vergehen: Unzählige Regeln mussten festgelegt werden, damit die Idee vom grenzenlosen Europa Wirklichkeit werden konnte.

Diese Idee faszinierte aber auch die anderen Länder: Als die Grenzen 1995 endlich geöffnet wurden, waren bereits Spanien und Portugal dabei. Wenig später folgten Italien, Österreich und Griechenland, danach die skandinavischen Länder. Erst verschwanden die Zollbeamten, dann auch die Grenzschützer. Die Außengrenzen werden jetzt allerdings noch strenger bewacht und sind für Menschen etwa aus Afrika schwer zu überwinden. Kritiker sprechen deshalb auch von der "Festung Europa".

Im Jahr 2004 kamen noch mehr Länder zur Europäischen Union, darunter Polen, Tschechien, Ungarn oder Lettland, und auch sie öffneten 2007 ihre Grenzen. Inzwischen hat man freie Fahrt durch 25 Länder – von Portugal bis nach Estland.


Die Schengen-Länder in der Übersicht:

Schaubild für Kinder: Die Schengen-Länder; Rechte: dpa/Montage: WDR

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