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16.05.1929: Erste Oscarverleihung

Geschichte

16.05.1929: Erste Oscarverleihung

"And the Oscar goes to..." Bei diesem Satz erstarrt seit 80 Jahren die Filmwelt - vor Aufregung.

Es gibt viele Filmpreise auf der ganzen Welt, aber der Oscar ist der wichtigste von allen. Er wird seit 80 Jahren in Los Angeles, das liegt in Amerika, vergeben.

Am 16. Mai 1929 fand die erste Oscarverleihung statt. Aber es dauerte sehr lange, bis der Preis die Bedeutung bekam, die er mittlerweile hat. Heute schauen über eine Milliarde Menschen die Verleihung im Fernsehen an.

Vor 80 Jahren allerdings steckte die Filmindustrie gerade in einer Krise. Die Menschen gingen nicht mehr so oft ins Kino. Um den Film wieder aufzuwerten und auch um die Verantwortlichen anzuspornen, bessere Filme zu drehen, wurde der Preis von den Chefs einiger Fernsehstudios in Hollywood ins Leben gerufen. Hollywood ist ein Stadtteil von Los Angeles und heute weltberühmt für seine Kinofilme. Die ersten Oscars wurden übrigens in einem Hotel verliehen.

Blick auf den Eingang des Kodak Theatres; Rechte: dpa
Seit 2002 findet die jährliche Oscar-Verleihung hier im Kodak Theatre statt.

Die Spannung steigt...

Leinwand mit Namen der Oscar-Nominierten; Rechte: dpa
Wer den Oscar bekommt, ist jedes Jahr streng geheim. Hier siehst du die Nominierten in der Kategorie "Bestes Drehbuch 2009".

"And the Winner is..."

Per Briefwahl stimmen die Mitglieder der US-Filmkunstakademie - der Academy of Motion Picture Arts and Sciences - ab. Die Filme werden jeweils von einer Berufsgruppe innerhalb der Akademie vorgeschlagen.

Die Regisseure nominieren zum Beispiel fünf Filme für die Kategorie "Bester Film". Danach wählen alle Mitglieder der Academy aus diesen Vorschlägen den besten Film aus. Wer die meisten Stimmen bekommt, gewinnt und bekommt am Abend der Verleihung den Oscar überreicht, den wichtigsten Filmpreis der Welt.


Oscar-Gewinner 2009

Bild vergrößernRegisseur Danny Boyle küsst seinen Oscar, den er für "Slumdog Millionär" gewonnen hat; Rechte: dpa
"Slumdog Millionär"-Regisseur Danny Boyle küsst seinen Oscar

2009 gewann der Film "Slumdog Millionär" die meisten Oscars. Insgesamt bekam er acht Oscars, darunter waren der für Beste Regie und Bester Film. Vor der Verleihung galt er als Außenseiter. Denn er hatte keine bekannten Stars und wurde mit vergleichsweise wenig Geld gedreht.

Die Geschichte, die in Indien spielt, erzählt, warum der Junge Jamal alle Fragen bei dem Fernseh-Quiz beantworten kann, obwohl er aus einem Slums kommt, aus einem Elendsviertel.

Nach dem "Oscarsegen" lief "Slumdog Millionär" sehr erfolgreich in den Kinos. Wenn Schauspieler einen Oscar gewinnen, können sie danach viel mehr Geld fordern und bessere Rollen aussuchen.



Warum "Oscar"?

Wie die Statue ihren Namen bekam, weiß keiner mehr so genau. Eine Geschichte lautet, dass die Sekretärin eines Hollywood-Studios ihn sah und erstaunt rief, dass er ihrem Onkel Oscar ähnelte.


Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.

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