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19.01.2001: Eröffnung des Kölner Wallraf-Richartz-Museums am heutigen Standort

Geschichte

19.01.2001: Eröffnung des Kölner Wallraf-Richartz-Museums am heutigen Standort

Umziehen mit der Familie ist eine Sache. Aber ein Umzug mit einem ganzen Museum? Schwer vorstellbar!

Bild vergrößernAußenansicht des Kölner Wallraf-Richartz-Museums; Rechte: akg-images

Wer in Köln lebt oder nach Köln kommt und gerne Bilder anschaut, der kann das zum Beispiel im Wallraf-Richartz Museum tun. Das Museum liegt mitten in der Kölner Altstadt ganz in der Nähe des Rathauses.

Am 19. Januar 2001 wurde das Museum eröffnet. Wobei ... eigentlich müsste es heißen, es wurde wieder eröffnet. Das Museum ist nämlich schon viel älter: 150 Jahre sind in diesem Jahr seit der ersten Eröffnung im Jahr 1861 vergangen!

Kunst im Wallraf-Richartz-Museum

Gemälde von Stephan Lochner: Die Muttergottes in der Rosenlaube; Rechte: akg-images
Ganz am Anfang waren im Wallraf-Richartz-Museum vor allem Bilder aus dem Mittelalter zu sehen, wie dieses berühmte Bild von Stephan Lochner: "Die Muttergottes in der Rosenlaube".

Die Geschichte des Museums

Bild vergrößernGemälde von 1792 von Johann Anton de Peters: Ferdinand Franz Wallraf. Das Gemälde hängt im Kölner Wallraf-Richartz-Museum; Rechte: akg-images
Ferdinand Franz Wallraf
1748-1824

Solche Altar- oder Andachtsbilder hingen bis vor 200 Jahren noch in Kirchen und Klöstern von Köln und erzählten den Gläubigen, die davor beteten, die heiligen Geschichten der Bibel. Als dann am 6. Oktober 1794 französische Soldaten ins Rheinland einmarschierten  und auch in Köln die Herrschaft übernahmen, lösten sie in den nächsten Jahren viele Klöster und Kirchen auf. Säkularisation nennt man das - viele Besitztümer der Kirche gingen nun in den Besitz des französischen Staates über. Altäre, Kerzenleuchter und viele Bilder wurden verkauft oder manchmal sogar zerstört!

Der Priester, Lehrer und Naturkundler Ferdinand Franz Wallraf wollte dem Treiben der Franzosen jedoch nicht tatenlos zuschauen und begann, alle Kostbarkeiten, die er bekommen konnte, zu sammeln. Im Laufe der Jahre trug er über 40.000 Sammelstücke zusammen: Münzen, Bücher, Steine, Drucke und eben Bilder, die er nach seinem Tod 1824 der Stadt Köln vermachte. Die Stadt stellte schon 1827 zum ersten mal Teile davon aus. Dieser erste Ausstellungsraum trug den Namen des Sammlers: Wallrafianum.

Auf die Dauer wurde jedoch ein neues Museum gebraucht, um die Sammlung wirklich sinnvoll auszustellen.  Aber schon damals hatte die Stadt Köln für so einen Neubau zu wenig Geld. Da trat der Kölner Kaufmann Johann Heinrich Richartz auf den Plan.


Zwei Namensgeber: Wallraf und Richartz

Collage: Statue von Ferdinand Franz Wallraf und von Johann Heinrich Richartz; Rechte/Montage: WDR

Richartz erklärte sich bereit, insgesamt 200.000 Taler für die Errichtung des neuen Museums zu stiften. Und am 1. Juli 1861 konnte das Museum dann an der Rechtsschule in Köln eröffnet werden und trug ab sofort die Namen des Sammlers und des Stifters: Wallraf-Richartz Museum.

Bis heute ist das Museum zwei mal umgezogen: 1986 war es für einige Zeit mit dem Museum Ludwig in einem Gebäude untergebracht. Seit Januar 2001 befindet es sich an seinem jetzigen Platz in unmittelbarer Nähe des Rathauses.


Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.

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