Geschichte
19.04.2005: "Wir sind Papst!"
Papst Benedikt XVI. ("der Sechzehnte") ist auf der ganzen Welt bekannt: Das Oberhaupt der katholischen Christen wurde vor fünf Jahren zum Papst gewählt.
"XVI." ist Latein und heißt "der Sechzehnte". Es gab nämlich schon 15 Päpste vorher, die sich den Namen Benedikt gegeben haben. Eigentlich ist Benedikt XVI. auf den Namen Joseph getauft: Joseph Alois Ratzinger, geboren am 16. April 1927 im bayrischen Städtchen Marktl.
Seine Heimat: Bayern
Joseph wusste schon früh, dass er Priester werden wollte. Aber der Krieg hinderte ihn erst einmal daran, zu studieren: er war schon sehr jung Soldat und im Krieg wurde er verletzt und gefangen genommen.
Nach seiner Heimkehr studierte Joseph dann Theologie. Er wurde erst Priester, dann Professor an der Universität. Bald zog es ihn nach Rom...

- Joseph Ratzinger als Kardinal
Nachfolger von Papst Johannes Paul II.
In Rom, dem Zentrum aller Katholiken, wurde Joseph Ratzinger Kardinal. Die Kardinäle sind enge Mitarbeiter des Papstes. Zu dieser Zeit war Johannes Paul II. („der Zweite“), ein Pole, Papst in Rom.
Als er 2005 starb, mussten Ratzinger und die anderen Kardinäle einen neuen Papst wählen.
Mehr als einen Tag lang berieten sich die Kardinäle, draußen starrte die Menge gebannt auf den Schornstein der Sixtinischen Kapelle.
Dort haben sich alle Kardinäle getroffen, um einen neuen Papst zu wählen. Weißer Rauch bedeutet: ein neuer Papst ist gewählt. Wenn schwarzer Rauch aufsteigt, dann heißt das: Wir sind noch nicht so weit.
"Habemus papam!"
Aber am Abend des 19. April 2005 war es endlich soweit: Weißer Rauch stieg aus dem Kamin, und kurze Zeit später trat einer der Kardinäle auf den Balkon der Papstresidenz und verkündete: "Habemus papam!" Das ist lateinisch und bedeutet: Wir haben einen Papst!. Kurz darauf zeigte sich dieser neue Papst der Menschenmenge. Es war Joseph Ratzinger, der ab diesem Moment Papst Benedikt XVI. heißt. Er ist der erste deutsche Papst seit fast 500 Jahren!
Keine leichten Aufgaben...
Papst Benedikts erste große Reise ging nach Köln zum Weltjugendtag. Dort traf er mit Millionen Jugendlichen zusammen und feierte mit ihnen einen großen Gottesdienst.
Aber Benedikt hat in den Jahren seit seiner Wahl nicht nur Jubel geerntet. Manche Katholiken lieben und verehren den Papst, andere finden ihn streng und altmodisch. Wenn in der katholischen Kirche etwas passiert, was die Menschen ärgert oder schockiert, dann warten alle darauf, dass der Papst als Oberhaupt dieser Kirche Klarheit schafft oder sich entschuldigt.
Leicht ist es nicht, Papst zu sein.
Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.











