Zeitkreisel
1960: Erstmals Olympische Spiele für Behinderte
1960 gab es die ersten Olympischen Spiele für behinderte Menschen: Die Paralympics.
Nachdem die Olympischen Spiele vorbei sind und die Top-Sportler, die gerade noch um Medaillen gekämpft haben, längst zu Hause sind, werden die schönen Sportanlagen noch einmal für internationale Wettkämpfe gebraucht:
Ein paar Wochen nach den Olympischen Spielen finden am selben Ort die Paralympics statt. Das gilt sowohl für die Sommer- als auch für die Winterspiele. Bei den Paralympics treffen sich die besten Sportler aus aller Welt mit Behinderung und messen sich in vielen verschiedenen Disziplinen.
"Para" bedeutet "neben"

- Ein Fechtkampf bei den Paralympischen Spielen
Die ersten Olympischen Spiele für behinderte Menschen gab es vor 50 Jahren. Der Begriff Paralympics kommt vom griechischen Wort "para" und das bedeutet "neben". Wirklich neben bzw. nach den Olympischen Spielen am selben Ort finden die Paralympics aber erst seit 18 Jahren statt.
Paralympische Winterspiele
Die deutsche Mannschaft war bisher bei den Winter-Paralympics immer sehr erfolgreich.
Oft hat sie die meisten Medaillen aller teilnehmenden Nationen gewonnen. Bei den Winter-Paralympics gibt es viele Sportarten, die auch nicht behinderte Sportler machen wie Langlauf oder Slalom.
Eishockey auf Schlitten

- Auf einem Schlitten rast der Sledge-Hockeyspieler übers Eis.
Statt Eishockey gibt es eine andere Sportart. Die heißt Sledgehockey. Beim Sledge-Eishockey spielen zwei Mannschaften mit jeweils sechs Spielern auf einem Spielfeld wie beim Eishockey gegeneinander und versuchen möglichst oft den Puck ins gegnerische Tor zu schießen. Ein Spiel dauert dreimal 15 Minuten.
"Sledge" heißt "Schlitten"
Das Wort "sledge" kommt aus dem Englischen und bedeutet "Schlitten" und tatsächlich sitzen die Sledgehockey-Spieler in einer Art Schlitten ganz dicht über der Eisfläche und jagen mit zwei kleinen Eishockeyschlägern in beiden Händen dem Puck hinterher.
Denn laufen können die Sportler nicht, weil entweder ihre Beine amputiert sind oder sie sie nicht mehr bewegen können, weil die Beine gelähmt sind.

- Sledgehockey-Nationalspieler Sebastian Kessler mit den LILIPUZ-Kinderreporterinnen Mona und Jacqueline.
Beim deutschen Sledgehockey-Nationalspieler Sebastian Kessler ist es noch anders. Er hat von Geburt an keine Beine. Sebastian Kessler sagt heute, dass er seine Beine nicht vermisst, weil er eben nie welche hatte und dass er dadurch in seiner Sportart große Vorteile gegenüber anderen Spielern hat.
Die zeitgeschichtliche Reihe "Zeitkreisel" senden wir jeden Montag bei LILIPUZ.











