Geschichte
20. Juni 1948: Währungsreform in Deutschland
Vor 60 Jahren gab es neue Geldscheine und Münzen. Die Einführung der "D-Mark" hatte mit dem 2. Weltkrieg zu tun.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war von Deutschland nicht mehr viel übrig. Die Städte waren zerbombt, die Fabriken zerstört.
Der Westteil des Landes, die spätere Bundesrepublik, wurde von den Militärregierungen der Amerikaner, Engländer und Franzosen regiert.
Unmittelbar nach dem Krieg
...war das deutsche Geld nichts mehr wert, und die Läden waren wie leergefegt. Lebensmittel wurden streng eingeteilt; man brauchte bestimmte Scheine, um sie zu bekommen.
Viele Dinge gab es nur auf dem Schwarzmarkt - für Schwindel erregende Preise. Das war eigentlich verboten: Die Verkäufe liefen heimlich in dunklen Ecken oder auf Hinterhöfen ab.
Besonders begehrt waren Zigaretten. Für sie konnte man fast alles eintauschen, sie waren eine Art Ersatzgeld. Wer keine Zigaretten hatte, der unternahm Fahrten auf Land, um zu "hamstern", wie man damals sagte.
Die Leute aus der Stadt tauschten bei den Bauern Silberbesteck und andere wertvolle Dinge gegen Butter oder Speck ein. All das war natürlich unglaublich mühsam.
Am 20. Juni 1948 war damit Schluss!
An diesem Tag gab es in Deutschland eine Währungsreform. Die alte Reichsmark wurde durch die Deutsche Mark (D-Mark) ersetzt. Alle Einwohner der Westzone - egal ob Kinder oder Erwachsene - bekamen den gleichen Betrag ausgezahlt: zunächst 40 Mark und später dann noch mal 20 Mark.
Dann geschah das große Wunder: Über Nacht füllten sich die Läden mit allem, was das Herz begehrte. Die Ladenbesitzer und die Militärregierungen hatten die Waren nämlich zurückgehalten.

- Wo vorher gähnende Leere war, gab es nach der Währungsreform wieder Obst und Gemüse, Schweinebraten und Schinkenspeck, schöne Kleider und sogar Sonderangebote.
Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.











