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20. Mai 1873: Die erste Blue Jeans

Geschichte

20. Mai 1873: Die erste Blue Jeans

Erfunden hat sie ein nach Amerika ausgewanderter Deutscher: der Stoffhändler Levi Strauss.

Bild vergrößernJeans-Po; Rechte: dpa

Egal ob Männer, Frauen, Kinder oder sogar Babys - Jeans gibt es für jedermann, in allen Größen, den verschiedensten Formen und in vielen verschiedenen Farben. Am typischsten ist sie jedoch immer noch in blau. Doch auch dieses Blau hat heute viele Varianten und reicht vom tiefen Dunkelblau bis zum ausgewaschenen Hellblau.

Jeans in verschiedenen Farben stehen ausgestellt vor einem Geschäft; Rechte: dpa
Ob blau, schwarz oder gelb - Jeans gibt's in allen Farben und Formen

Bild vergrößernNachbildung der ältesten Levi Jeans; Rechte: dpa
Nachbildung der ältesten Levis Jeans, die in der Wüste von Nevada gefundenen wurde

Der Stoff ist aus einem besonders festen Gewebe und deshalb sehr haltbar. Selbst wenn man mal hinfällt, macht das dieser Hose kaum was aus! Außerdem lässt der dicht gewebte Stoff praktischerweise nicht so leicht Schmutz an sich heran - ideal also für alle, die dort zu tun haben, wo Dreck oder schwere Arbeit anfällt!

Das waren vor 150 Jahren in Kalifornien zum Beispiel die Goldgräber. Sie arbeiteten in den gerade entdeckten Goldminen und wuschen die wertvollen Klumpen aus feuchtem Sand und Gestein. Klar, dass man dafür besonders strapazierfähige Kleidung brauchte! Die gab es aber erst, nachdem sich der Stoffhändler Levi Strauss Gedanken über die Kleiderfrage gemacht hatte. 

Levi Strauss, der gerade aus Deutschland nach Amerika eingewandert war, kannte einen Baumwollstoff, aus dem zum Beispiel auch Zeltplanen hergestellt wurden. Warum sollte man diesen Stoff nicht auch für Hosen verwenden?


Hosen statt Zelte?

Levi Strauss ließ den Stoff aus der italienischen Stadt Genua (auf Italienisch: Genova - sprich: Dschenova) kommen, wo er gewebt wurde. Und die Produktion begann. Der Zeltstoff aus Genua war übrigens braun, deshalb hatten auch die ersten Jeans diese Farbe.

Blau wurden die Jeans erst, als Strauss dazu überging, seinen Stoff aus der französischen Stadt Nîmes zu beziehen. Deswegen heißt der Stoff, aus dem die Jeans gemacht werden, auch heute noch Denim (abgeleitet vom Französischen: de Nîmes - aus Nîmes).

Die Hose selbst hat ihren Namen von der Stadt Genua, die auf französisch Gênes heißt. Im Laufe der Jahre ist daraus in Amerika das Wort Jeans geworden. Und diese Jeans waren schon zu Lebzeiten von Levi Strauss sehr erfolgreich. Vor allem, nachdem die besonders beanspruchten Hosentaschen noch zusätzlich mit eisernen Nieten versehen worden waren. Diese Nietenhosen hielten nun fast alles aus!

Am 20. Mai 1873 hat Levi Strauss sie zum Patent angemeldet. Ob er damals damit gerechnet hat, dass die Jeans ein solcher Welterfolg werden würde?


Lukas Podolski, Philipp Lahm, ein kleiner Bayernfan und Bastian Schweinsteiger in Jeans; Rechte: dpa
Auch Fußballstars wie Poldi, Schweini und Philipp Lahm tragen in ihrer Freizeit Jeans.

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