Geschichte
20.11.1989: 20 Jahre Kinderrechte
Kinder haben Rechte. Zum Beispiel das Recht darauf, in die Schule zu gehen oder das Recht auf ausreichende Ernährung. Das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung und, und, und...
Nicht immer werden diese Rechte eingehalten. Aber es gibt sie - und dafür haben viele Menschen gekämpft.
Bis vor ein paar hundert Jahren haben die Erwachsenen ihre Kinder noch ganz anders angesehen als heute. Kinder galten als kleine Erwachsene, ohne eigene Bedürfnisse oder Wünsche. Sie waren Besitz der Eltern, und so konnten die Eltern auch über sie bestimmen. Erst langsam entwickelte sich ein Bewusstsein dafür, dass Kinder anders sind als Erwachsene und besonderen Schutz brauchen.
Verschiedene Pädagogen setzten sich dafür ein, dass Kinder ebenso geachtet werden und ebenso Rechte haben sollten wie die Erwachsenen.
Wie alles anfing
Am 24. September 1924 wurden die Rechte des Kindes zum ersten Mal ganz offiziell erklärt. Das war neu. Damit verpflichteten sich die Politiker, die Kinderrechte in ihren jeweiligen Ländern ernst zu nehmen.
Im zweiten Weltkrieg löste sich der Völkerbund auf. Die Verbindungen zwischen den Staaten wurden nach dem Krieg neu geknüpft.
Es entstanden die Vereinten Nationen, abgekürzt: UNO. Die UNO musste nun auch die Rechte der Kinder neu formulieren und ergänzen.
Am 20. November 1959 standen die Kinderrechte überarbeitet auf dem Papier. Seitdem gilt der 20. November als der Tag der Kinderrechte.
Kinder schützen und fördern
Dreißig Jahre später wurden die Dokumente über die Kinderrechte noch einmal neu verfasst. Jetzt ging es darum, dass die Politiker aller Staaten der Welt aktiv daran mitarbeiten sollten, dass Kinder geschützt und gefördert werden.
Die Kinderrechtskonvention
Am 20. November 1989 wurde die sogenannte Konvention der Kinderrechte von der UNO angenommen. Sie ist bis heute gültig und enthält 54 Abschnitte. Darin geht es um alle Fragen, die Kinder betreffen - um Flüchtlingskinder, um Schutz vor Drogen, um Kinder in Krisengebieten, um das Recht der Kinder, die adoptiert wurden und vieles mehr. Aber die Welt verändert sich ständig, und deshalb werden auch die Rechte der Kinder immer neu diskutiert und überarbeitet.
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Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.





