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22. Oktober 1858: Die letzte deutsche Kaiserin wird geboren

Geschichte

22. Oktober 1858: Die letzte deutsche Kaiserin wird geboren

Auguste Viktoria regierte an der Seite ihres Mannes Wilhelm II. bis 1918 in Deutschland.

Bild vergrößernDiese Königskrone ließ sich Kaiser Wilhelm II. anfertigen; Rechte: dpa
Diese mit Brillianten und Saphiren besetzte, mehrere hunderttausend Euro werte Krone ließ sich der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. anfertigen

Es war einmal… so beginnen viele Märchen, in denen Könige vorkommen. Aber Könige gibt es ja auch heute noch. Zum Beispiel die Königin von England oder die Königin von Dänemark. Kaiser gibt es aber nicht mehr. Doch es ist noch gar nicht so lange her, da war auch Deutschland ein Kaiserreich – mit einem Kaiser und einer Kaiserin. In der Zeit von 1871 bis 1918 hatte Deutschland drei verschiedene Kaiser. Der letzte Kaiser war Wilhelm II. Und seine Frau war Auguste Viktoria.

Kaiserin Auguste Viktoria wurde am 22. Oktober 1858 als Tochter eines Herzogs auf einem Rittergut in Dolzig geboren. Schon von Geburt an war Auguste Viktoria eine Prinzessin. Mit vollständigem Namen hieß sie Auguste Victoria Friederike Luise Feodora Jenny von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg   Auguste Viktoria hatte sechs Geschwister. Drei Brüder und drei Schwestern.

Zuerst Prinzessin, dann Kaiserin

Bild vergrößernKaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktoria; Rechte: dpa
Kaiser Wilhelm II. und Auguste Viktoria kannten sich schon als Kinder.

Ihren späteren Mann Wilhelm von Preußen lernt sie schon als 13-jährige kennen und obwohl sich beide gut verstehen, ahnt noch niemand, dass aus Auguste Viktoria und Wilhelm mal das Kaiserpaar werden würde. 1879 macht Prinz Wilhelm Auguste Viktoria einen Hochzeitsantrag und Auguste sagt "Ja". Zwei Jahre später heiraten die beiden und bekommen insgesamt sieben Kinder.

Als 1888 Wilhelm Kaiser wird, wird Auguste Viktoria automatisch Kaiserin. Beide ziehen nach Berlin ins Berliner Schloss.


Blick von oben auf Schloss Sanssouci; Rechte: dpa

Während ihr Mann Kaiser Wilhelm II. meistens nicht zu Hause ist, weil er sich um die Regierung kümmern muss, bleibt Auguste Viktoria zu Hause bei ihren Kindern und engagiert sich unter anderem für die Deutsche Rot-Kreuz-Gesellschaft. Auch für die Evangelische Kirche tut sie viel, weil sie streng gläubig ist.


Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Wilhelm 1907; Rechte: dpa
Eher selten: Gemeinsam waren Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktoria nicht so oft unterwegs.

Im Jahr 1914 beginnt der Erste Weltkrieg. Während des Krieges unterstützt sie Lazarette und Krankenhäusern, damit den vielen Verwundeten geholfen werden kann. Nach dem Krieg muss sie mit ihrem Mann Deutschland verlassen und zieht nach Holland, in die Nähe von Utrecht in eine Villa, die „Haus Doorn“ genannt wird. Zu diesem Zeitpunkt ist Kaiserin Auguste Viktoria schon krank und gehbehindert. Am 11. April 1921 stirbt die letzte deutsche Kaiserin, Auguste Viktoria in Haus Doorn in den Niederlanden.

Wenn Ihr auch mal ins Haus Doorn nach Holland fahren wollt, dann gibt es alle Informationen dazu hier:

www.huisdoorn.nl


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