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22.05.1859: Der Erfinder von Sherlock Holmes wird geboren

Geschichte

22.05.1859: Der Erfinder von Sherlock Holmes wird geboren

Er ist so etwas wie der Vater von Sherlock Holmes, dem berühmten Meisterdetektiv: Arthur Conan Doyle.

Bild vergrößernSchatten eines Mannes, der mit einer Lupe in einem Buch liest; Rechte: dpa

Wer heute den Fernseher einschaltet, kann mindestens zehn verschiedene Krimis gucken. Dort laufen Rechtsmediziner, verdeckte Ermittler, Profiler und Polizisten herum und kommen den Tätern auf die Spur: meistens mithilfe modernster kriminalistischer Methoden.

Junge im Sherlock Holmes-Kostüm; Rechte: dpa

Der "Vater" aller Ermittler

Der berühmteste Ermittler setzte seine Spürnase allerdings in einer Zeit ein, in der die Überführung von Tätern mithilfe von Fingerabdrücken gerade erst erprobt wurde - und so etwas wie genetische Fingerabdrücke gab es noch gar nicht.

Sherlock Holmes, der Meisterdetektiv, verließ sich lieber auf seine Fähigkeit,  genau zu beobachten und daraus logische Schlüsse zu ziehen. Und auf diese Art und Weise klärte er fast jeden Fall.

Wirklich gelebt hat Sherlock Holmes allerdings nie, er ist eine Erfindung des britischen Schriftstellers Arthur Conan Doyle.


Arthur Conan Doyle

Bild vergrößernSchriftsteller Arthur Conan Doyle; Rechte: dpa

Der Schriftsteller wurde am 22. Mai 1859 in Edinburgh geboren wurde. Eigentlich arbeitete er als Arzt, aber seine Praxis lief nicht so toll, und deshalb nutzte er die Zeit, um Geschichten und Bücher zu schreiben. Als Arzt war Arthur Conan Doyle mit chemischen Experimenten, Medikamenten und Giften vertraut.

Kein Wunder also, dass sein Detektiv Sherlock Holmes mit naturwissenschaftlichen Methoden vorging, um seine Fälle zu lösen.


Flasche wird aus einem Apotherschrank genommen; Rechte: dpa

Zur Seite stand dem Meisterdetektiv immer sein Freund Dr. Watson, aus dessen Blickwinkel Arthur Conan Doyle die Geschichten schrieb.


Die Geschichte von Sherlock Holmes

Bild vergrößernDoyle-Skript unter der Lupe betrachtet; Rechte: dpa

Der erste Sherlock Holmes-Roman wurde 1887 veröffentlicht, später kamen weitere Romane und jede Menge Kurzgeschichten dazu. Die Sherlock-Holmes-Geschichten waren schon damals ein riesiger Erfolg.

Bald wurde dem Schriftsteller die Berühmtheit seines scharfsinnigen Detektivs jedoch zu viel. Denn er fürchtete, dass seine anderen Bücher dadurch in Vergessenheit geraten würden. Und deshalb ließ Doyle Sherlock Holmes sterben: In einer Geschichte stürzt der Meisterdetektiv mit seinem Erzfeind Professor Moriarty in einen riesigen Wasserfall in der Schweiz.


Wasserfall; Rechte: dpa

Sherlock Holmes darf nicht sterben!

Bild vergrößernSherlock Holmes, gespielt von Peter Wilton Cushing, in dem Film Der Hund von Baskerville von 1958; Rechte: dpa
Typisch Sherlock Holmes: karierte Schirmmütze und Pfeife. Dieses Bild zeigt den berühmten Ermittler, gespielt von Peter Wilton Cushing, in dem Film "Der Hund von Baskerville" (1958).

Mit seinem Tod wollten sich die Leser nicht abfinden. Tausende protestierten dagegen - viele Menschen in London trugen auf einmal schwarze Binden am Ärmel und andere Zeichen der Trauer.

Als dann auch noch das Angebot eines amerikanischen Verlegers kam, ihm sehr viel Geld zu zahlen, wenn Sherlock Holmes wieder auferstehen würde, da wurde Arthur Conan Doyle schwach. Er schrieb neue Geschichten, in denen erklärte wurde, dass Sherlock Holmes sich beim Kampf am Wasserfall doch retten konnte.

Ohnehin hatte sich der Schriftsteller gar nicht richtig von Sherlock Holmes trennen können: Nachdem er seinen Meisterdetektiv in dem Wasserfall hatte verschwinden lassen, schrieb er einen weiteren Roman mit Sherlock Holmes -  der zeitlich vor seinem Tod spielte. Dieser Roman ist bis heute der wohl bekannteste Sherlock-Holmes-Roman: "Der Hund von Baskerville".


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