Geschichte
24.04.1909: Bernhard Grzimek wird geboren
Vor 100 Jahren erblickte einer der berühmtesten Tierfilmer und Naturschützer das Licht der Welt: Bernhard Grzimek.
Wenn du heute im Fernsehprogramm nachschaut, kannst du sicher sein: Irgendein Naturfilm oder eine Dokumentation über wilde Tiere läuft bestimmt irgendwo. Vor 50 Jahren - damals war der Zweite Weltkrieg erst ein paar Jahre her - sah das noch ganz anders aus.
Da gab es Begriffe wie Naturschutz oder Arterhaltung noch gar nicht. Dass der Lebensraum von wildlebenden Tieren geschützt werden muss, interessierte die wenigsten. Doch dann machte sich ein Mann mit dem schwer auszusprechenden Nachnamen Grzimek (sprich: Gschimeck) auf, das zu ändern.
Ein Vorreiter für den Tier- und Naturschutz
Bernhard Grzimek, der am 24.4.1909 geboren wurde, hatte sich erst zum Tierarzt ausbilden lassen und nach dem Krieg den völlig zerbombten Frankfurter Zoo wieder aufgebaut. Er liebte Tiere und setzte sich für sie ein, wo er konnte.
Bekannt wurde er vor allem durch seine Fernsehsendung "Ein Platz für Tiere", die 30 Jahre lang im Fernsehen lief. Dort saß Bernhard Grzimek an einem Tisch und hatte jedes Mal ein anderes wildes Tier dabei: mal einen kleinen Leoparden, dann ein Äffchen oder einen Gepard.
Er war aber keineswegs irgendein merkwürdiger Professor, sondern ein Vordenker für Natur- und Tierschutz. Sein Ziel, Tiere und ihre Lebensräume zu bewahren, verfolgte er leidenschaftlich. Und so drehte er Ende der 1950er Jahre mit seinem erwachsenen Sohn Michael den berühmten Dokumentarfilm "Serengeti darf nicht sterben".
"Serengeti darf nicht sterben"

- Ein Film über die Serengeti-Steppe im afrikanischen Land Tansania, die heute als großer Nationalpark unter Schutz steht.
Der Film bekam einen Oscar - den wichtigsten Filmpreis in den USA.
Sein ganzes Leben lang hat sich Bernhard Grzimek für Tiere und Natur eingesetzt. Zum Beispiel auch für Hühner, die er selber als Jugendlicher gezüchtet hatte. Er drehte den ersten Film, der die schlimmen Zustände in einer Massentierhaltungsfabrik für Legehennen öffentlich bekannt machte. Nicht zuletzt durch diesen Einsatz brachte Bernhard Grzimek viele Menschen dazu, lieber Eier von freilaufenden Hühnern zu kaufen.
Bernhard Grzimek starb am 13. März 1987 in Frankfurt am Main während einer Zirkus-Vorstellung. Seine Urne wurde später in Tansania beigesetzt.
Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.








