Geschichte
25. April 1938: Erfindung des Kugelschreibers
Die Idee zu dem Stift, der mit Hilfe einer kleinen Kugel Schrift aufs Papier zaubert, hatte ein Ungar. Vorher schrieben die Menschen mit Tinte und Füller.
Kugelschreiber gibt es in allen Formen und Farben, aus Plastik, aus Metall, aus Holz, zum Klicken, zum Drehen, mit Apfel- oder Erdbeerduft... Und wenn mal einer verloren geht, dann nimmt ganz schnell ein neuer seinen Platz ein.
Im Durchschnitt hat jeder Mensch in Deutschland 13 Kugelschreiber - und kritzelt damit Notizzettel voll, Schreibblöcke, Briefumschläge, und manchmal sogar die eigene Hand, wenn man was besonders Wichtiges nicht vergessen will...
Der Erfinder
Erfunden hat den Kugelschreiber der ungarische Journalist Laszlo Biro, der im Jahr 1899 geboren wurde.
Bis er den Kugelschreiber erfand, schrieben die Menschen mit Tinte und Füllern.
Doch Tinte braucht lange, bis sie trocknet, und das ist für Menschen, die schnell und viel aufschreiben müssen, ziemlich unpraktisch. Der Journalist Laszlo Biro war oft dabei, wenn die Zeitungen gedruckt wurden. In der Druckerei wurde eine andere Art von Tinte verwendet als im Füllfederhalter - die Druckfarbe war ganz schnell trocken, wenn sie auf das Papier gepresst wurde. Das brachte Laszlo Biro auf die Idee, einen Stift zu entwickelt, der mit dieser Art von Farbe funktioniert.
Aber das war nicht einfach. Die Druckerfarbe war sehr zähflüssig - eher so wie Honig - und floss nicht gut aus der Füllerpatrone in die Federspitze.
Die Idee
Irgendwann hatte Laszlo Biro eine Idee: Er konstruierte einen Stift, der keine Feder hatte wie ein Füller, sondern eine winzig kleine Kugel als Schreibspitze. Die Kugel saß auf einer langen dünnen Farbpatrone, und beides war von einer Metallhülle umschlossen - so konnte sich die Kugel zwar drehen, aber nicht rausfallen.
Beim Schreiben drehte sich die Kugel dann und trug die Farbe aus der Farbpatrone aufs Papier. Die Idee mit der Kugel hatten zwar schon andere vor Laszlo Biro gehabt, aber keiner hatte es wirklich ausprobiert. Gemeinsam mit seinem Bruder schaffte er es auch, eine Tinte zusammenzumischen, die nicht zu dünnflüssig, aber auch nicht zu zähflüssig war und an der Luft schnell trocknete.

- Nicht zu dünn, nicht zu dick - genau richtig!
Am 25. April 1938 erhielten die Brüder Biro das ungarische Patent auf ihren Kugelschreiber. Die Erfindung von Laszlo Biro wurde ein Riesenerfolg - doch er selbst hat davon nichts gehabt, weil andere mit seiner Idee das große Geschäft machten.
Immerhin heißt noch heute der Kugelschreiber in vielen Sprachen wie sein Erfinder: auf Englisch und Italienisch "biro", und in Argentinien nennt man ihn "birome".
Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.











