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28.02.1949: Erster Rosenmontagszug nach dem Krieg

Geschichte

28.02.1949: Erster Rosenmontagszug nach dem Krieg

Köln im Jahre 1949: Der Zweite Weltkrieg ist gerade vier Jahre zu Ende. Und endlich zieht wieder ein Rosenmontagszug durch die Stadt.

Bild vergrößernWagen im Rosenmontagszug im Jahr 1949; Rechte: dpa

"Kein Zweifel, dass sich in diesem Jahre mehr Menschen öfter satt essen konnten als noch 1948. Es ist glaube ich im Bereich der Bundesrepublik im vergangenen Jahr mehr gelacht und weniger geweint geworden, als seit vielen Jahren."

Das hat vor vielen Jahren der Journalist Peter von Zahn über das Jahr 1949 gesagt. Für die Menschen in Köln war es ein ganz besonderes Jahr, denn das erste Mal nach Ende des Zweiten Weltkrieges ging am Rosenmontag wieder ein Karnevalszug durch die Stadt.


Im Krieg waren viele deutsche Städte zerstört worden. Dresden und Köln traf es mit am schlimmsten. 80 Prozent der Häuser und Gebäude in Köln wurden von den Bomben vor allem der Engländer getroffen.


Köln, 1945: Blick auf die zerstörte Hohenzollernbrücke; Rechte: dpa
Köln wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Hier siehst du die Hohenzollernbrücke - oder das, was davon übrig geblieben war.

Trotzdem zog 1949 mitten durch die Trümmer der erste Rosenmontagszug nach dem Krieg. Rosenmontagszüge gibt es in Köln schon seit 1823, aber immer wieder fielen Züge aus, meist, weil Krieg in Europa war. Von 1939 bis 1949 gab es wegen des Zweiten Weltkrieges keinen Rosenmontagszug in Köln. Der erste danach hieß offiziell "Erweiterte Kappenfahrt" und war im Vergleich zu den heutigen Umzügen klein und kurz. Aber damals lebten auch nur 80.000 Menschen in Köln. Festlich geschmückte Wagen gab es gar nicht,  nur Holzkarren und Kutschen, die von Pferden gezogen wurden. Die meisten der rund 500 Jecken im Zug gingen zu Fuß.


Hans Völler hoch zu Ross beim Rosenmontagszug 1949; Foto: privat
Auch die Gruppe der berittenen Blauen Funken, die den Zugweg abritten, war 1949 sehr klein. Nur 12 Reiter zogen mit. Einer davon war Hans Völler. Dieses Foto stammt aus seiner privaten Fotosammlung.

"Mer sinn widder do un dunn wat mer künne"

...war damals das Motto des Zuges. Übersetzt bedeutet das soviel wie: "Wir sind wieder da und tun, was wir können".

Und tatsächlich haben viele Kölner damals etwas getan und hart gearbeitet, damit die Trümmer- und Schuttberge verschwinden. 1949 waren die Schuttberge aber sogar nochmal ganz praktisch: die Menschen konnten sie als Tribüne nutzen, um den Zug besser zu sehen.



Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.

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