Geschichte
29.01.1880: Richtfest auf Schloss Neuschwanstein
Schloss Neuschwanstein ist in der ganzen Welt bekannt und eines der meistbesuchten Schlösser in Europa.
Jedes Jahr kommen 1,3 Millionen Touristen, um das "Märchenschloss" zu besichtigen. Denn Neuschwanstein übt einen ganz besonderen Reiz auf die Menschen aus.
Das Schloss wurde von Ludwig II, dem damaligen König von Bayern, gebaut. Mit 18 Jahren bestieg er den Thron. Und das Volk liebte seinen neuen, gut aussehenden König mit dem verträumten Blick. Aber das Regieren fiel Ludwig schwerer als er gedacht hatte. Er überließ bald den Ministern seine Aufgaben als König.
Keine Lust zum Regieren

- So sah Ludwig II aus.
Der junge Ludwig las lieber Gedichte, war im Theater und schwärmte für Musik. Ludwig ging gerne in die Berge wandern. Er liebte die Natur und ließ Schloss Neuschwanstein an einem traumhaft schönen Ort errichten: zwischen Seen, Bergen, einem Wasserfall, einer Schlucht und vielen Bäumen im Süden Bayerns.
Elf Jahre Bauzeit

- Beim Richtfest darf der Richtkranz nicht fehlen.
Im Jahre 1869 begannen die Bauarbeiten. Der König war streng und rastlos. Ständig verlangte er Änderungen. Alles sollte perfekt sein. Elf Jahre später wurde am 29. Januar 1880 das Richtfest gefeiert. Das Richtfest dient seit jeher dazu, ein Haus baulich zu segnen. Dabei wünschen die Handwerker den zukünftigen Bewohnern alles Gute, viel Glück und vor allem Gesundheit.
Teures Schloss
Die Kosten für Neuschwanstein waren gigantisch. Aber Ludwig hörte nicht auf zu bauen. Er machte weiter Schulden. Auch die Einrichtung des Schlosses war teuer und ungewöhnlich prächtig: In dem großen Sängersaal wurden Helden wie Tristan und Parsival aus den Opern Richard Wagners auf die Wände gemalt.
Heute kann jeder das prächtige Schloss besichtigen. Zu Ludwigs Lebzeiten sahen es nur einige Diener von innen. Der König lebte zurück gezogen in seiner Traumwelt und lud selten Besuch ein. Erst nach seinem Tod wurde Neuschwanstein fertig gebaut. Als Ludwig II. starb war er 41 Jahre alt. Ob er Selbstmord beging oder ermordet wurde, konnte nie geklärt werden.
Zum Andenken
Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.








