Geschichte
30.07.2010: Mutter Teresa wird 100
Sie gehört zu den berühmtesten Menschen des letzten Jahrhunderts: Mutter Teresa, der 'Engel der Armen'.
Eigentlich hieß sie Agnes Gonxha Bojaxhiu, wobei Gonxha soviel wie Blütenknospe bedeutet. Sie wurde am 26. August vor 100 Jahren in der Stadt Skopje im heutigen Mazedonien geboren, als Tochter albanischer Katholiken.
Blütenknospe war schon als Kind sehr fromm und beschloss mit zwölf Jahren, Nonne zu werden.
Mit 18 Jahren geht sie nach Indien
In Indien unterrichtete sie als Ordensschwester viele Jahre Mädchen an einer Klosterschule. Doch das Elend, dass sie bei ihren Reisen durch das Land sah, bedrückte sie immer mehr. Sie glaubte, dass Jesus zu ihr gesprochen und sie zu den Armen geschickt habe.

- Hier siehst du Mutter Teresa bei einem Besuch im Waisenhaus. Auch Kinder lagen ihr sehr am Herzen.
In Kalkutta - Waisenkinder und arme Menschen
1948 verließ sie deshalb das Kloster und zog in die Elendsviertel der Stadt Kalkutta. Dort lebten und starben viele Menschen in der Gosse, zwischen Unrat und Müll. Mutter Teresa gründete ein Kranken- und Sterbehaus, holte die Elenden aus dem Dreck, kümmerte sich um Waisenkinder und Aussätzige. Andere Frauen schlossen sich ihr an. Sie wurden nach Teresas Vorbild 'Missionarinnen der Nächstenliebe'. Heute gehören zu ihrem Orden mehr als 3.000 Frauen und 500 Männer, es gibt über 700 Häuser für arme Menschen in vielen Ländern der Erde.
Immer unterwegs
Noch im hohen Alter reiste Mutter Teresa unermüdlich um die Welt, um Spenden für die Armen zu sammeln: eine winzige, runzlige Frau in einem schlichten weißen Gewand mit blauen Streifen.
Sie traf den Papst und den amerikanischen Präsidenten, war eine Freundin der englischen Prinzessin Diana und wurde überall wie eine Heilige verehrt. Mutter Teresa bekam für ihren Einsatz viele Auszeichnungen, darunter sogar 1979 den Friedensnobelpreis.
Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.








