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4.1.1809: Louis Braille, der Erfinder der Blindenschrift, wird geboren

Geschichte

4.1.1809: Louis Braille, der Erfinder der Blindenschrift, wird geboren

Vor 200 Jahren hat Louis Braille eine eine eigene Schrift für Blinde erfunden, die aus vielen einzelnen Punkten besteht.

Bild vergrößernFinger tasten über eine Braille-Punktschrift; Rechte: dpa

Lesen bedeutet ja für die meisten Menschen, die Nase in ein Buch zu stecken, in dem schwarze Buchstaben auf hellem Grund stehen und die aneinander gereiht Wörter und Sätze ergeben. Blinde Menschen können mit solcher Schrift natürlich nichts anfangen. Aber es gibt ja die Blindenschrift - nach ihrem Erfinder auch Braille-Schrift genannt.

Der Erfinder der Blindenschrift

Bild vergrößernLouis Braille, der Erfinder der Blindenschrift; Rechte: dpa
Louis Braille - Erfinder der Blindenschrift

Louis Braille wurde am 4. Januar 1809 geboren. Sein Vater war Sattelmacher und hatte eine Werkstatt. Als Louis drei Jahre alt war, verletzte er sich mit einem spitzen Werkzeug in der Werkstatt das eine Auge. Die Wunde entzündete sich, sprang auf das andere Auge über - und Louis wurde blind.

Im Jahr 1819 schickten seine Eltern Louis auf eine besondere Schule im nahegelegenen Paris: zum königlichen Institut für junge Blinde. Eines Tages kam ein Herr Barbier zu Besuch. Er war Hauptmann und hatte eine Schrift erfunden, die seine Soldaten auch im Dunkeln lesen konnten. Seine Nachtschrift bestand aus verschieden angeordneten, fühlbaren Punkten. Allerdings war die Schrift so groß, dass man sie nicht sofort mit einer Berührung der Fingerkuppe erkennen konnte. Aber die Punkte brachten Louis auf die entscheidende Idee.

Kurze Zeit später hatte er  aus der Nachtschrift von Barbier ein einfaches Sechs-Punkte-System gemacht - und jeder einzelne Buchstabe der Punktschrift war so klein, dass er auf eine Fingerkuppe passte.


Heute...

Eine Braille Punktschrift-Maschine; Rechte:dpa
Punktschriftmaschine

...ist die Punktschrift von Louis Braille auf der ganzen Welt verbreitet. Blinde Menschen können dank ihr nicht nur Bücher lesen, sondern auch mit einer Punktschriftmaschine (eine Art Schreibmaschine) schreiben und am Computer arbeiten.

Die sechs Punkte der Braille-Blindenschrift sind in zwei Spalten nebeneinander angeordnet; immer drei Punkte untereinander – wie Eier in einem Eierkarton. Jeder Buchstabe besteht aus einer bestimmten Punkte-Kombination. Um ein A zu schreiben, braucht man eben nur den Punkt oben links, für ein B den Punkt oben links und den Punkt darunter.


Speisekarte mit Bildern und in Braille-Punktschrift; Rechte:dpa
Diese Speisekarte ist auch für Blinde gut zu lesen

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