Geschichte
79 nach Christus: Der Ausbruch des Vesuv
Wenn irgendwo auf der Welt ein Vulkan ausbricht, hörst du kurze Zeit später in den Nachrichten davon. Denn so etwas ist für die Leute, die in der Nähe leben, eine große Katastrophe. So war das auch beim Ausbruch des Vesuv - im Jahr 79 nach Christus.
Wenn ein Vulkan ausbricht, sterben viele Menschen an der glutheißen Lava oder durch giftige Gaswolken.
Kein Wunder, dass man sich von Vulkanausbrüchen noch lange, lange Zeit erzählt. Dabei wird den Menschen immer wieder klar, dass die Erde kein kühler Planet aus festem Gestein ist.
Im Inneren der Erde brodelt es, und es ist sehr heiß. An ganz bestimmten Orten sammelt sich unterirdisch flüssiges Gestein - die Magma. Wenn der Druck dort zu groß wird, wird die Magma an undichten Stellen an die Erdoberfläche geschleudert.
Der Tag der Katastrophe
Am 24. August brach der Vesuv in Italien aus. Er tötete Tausende von Menschen – aber durch die Katastrophe haben Wissenschaftler viel über das Leben damals erfahren.
Der Tag der großen Katastrophe begann als ganz normaler Sommermorgen. Niemand ahnte dass der schöne Berg, an dem reichlich Wein wuchs, schon bald sehr gefährlich werden könnte. Urplötzlich muss es dann aber eine gewaltige Explosion gegeben haben. Eine riesige Rauchwolke stieg kilometerweit in den Himmel auf. Die Wolke verdunkelte später die Sonne. In der Gegend rund um den Vesuv wurde es schwarz wie in der Nacht.
Eine riesengroße Menge an kleinen Steinchen und Asche wurde vom Wind mitgenommen und fiel zum Beispiel über der Stadt Pompeji vom Himmel. Wissenschaftler vermuten, dass viele Menschen versucht haben in größter Angst zu fliehen, aber weit werden sie nicht gekommen sein.
Panik hatten die Menschen rund um den Vesuv ganz sicher. Vor allem in der Nacht, als noch viel mehr Gestein aus dem Vulkan geschleudert wurde – und die riesige Wolke schließlich begann, in sich zusammen zu stürzen. Heiße, giftige Gase - vermischt mit Asche und Gesteinssplittern - rasten die Vulkanhänge hinab.
Tausende Menschen fanden in den heißen Gasen den Tod oder wurden unter der meterhohen Ascheschicht begraben, die alles unter sich zudeckte - Häuser, Tempel, Theater und Weinberge.
Die Städte Pompeji, Herculaneum und einige andere Orte waren versunken – und gerieten fast in Vergessenheit.

- In der archäologischen Stätte Herculaneum steht das Brunnenhaus. Auf dem Mosaik sind Neptun und Amphitrite zu sehen.
Heute können Wissenschaftler aus dem Unglück viel lernen, denn die dicke Ascheschicht hat große Teile der antiken Städte gut erhalten – auch kleine Dinge wie Bronzegeschirr oder Kochtöpfe.
Außerdem haben Wissenschaftler herausgefunden, was die Menschen im Augenblick ihres Todes getan haben. Sie haben Hohlräume mit Gips ausgegossen und erhielten beeindruckende Skulpturen.

- Ein seismographisches Gerät auf dem Vesuv. Damit soll gemessen werden, wie hoch die Spannung aktuell im Innern des Vulkans ist.
Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.










