Geschichte
April 1933: Erste Berichte über das Ungeheuer von Loch Ness
Etwa acht Meter lang, kleiner Kopf auf langem Hals und etwa zwei bis sieben Höcker... So sieht Nessie angeblich aus, das Ungeheuer von Loch Ness.
Hoch oben im Norden Schottlands, in den bergigen Highlands, liegt ein geheimnisvoller See: Loch Ness. Er ist riesengroß - 36 Kilometer lang und anderthalb Kilometer breit. Und außerdem so tief, dass sich die Experten darüber streiten, ob es nun 230 oder sogar mehr als 300 Meter sind.
Vom Torf und dem Schieferstaub der umliegenden Berge ist sein Wasser fast schwarz. Dieses tiefe dunkle Loch soll einen unheimlichen Bewohner haben:
Nessie, das Ungeheuer von Loch Ness

- Die Ruine von Schloss Urquhart am Loch Ness.
Den Beschreibungen der Augenzeugen nach hat es entfernte Ähnlichkeit mit einem Dinosaurier. Nessie soll um die acht Meter lang sein, einen kleinen, pferdeähnlichen Kopf auf einem langen Schlangenhals tragen, den Schwanz eines Kängurus und die Haut eines Walfischs haben.
Außerdem wurden zwei bis sieben Höcker gesichtet - aber nur kurz, da sich das scheue Wesen höchstens für Sekunden zeigt und mit einem Affenzahn durch den See zu rasen scheint.
Wie der Rummel um Nessie begann...

- Der Wissenschafter Dr. Robert Rines machte 1975 im Loch Ness diese Unterwasserfaufnahme, auf der man ein See-Ungeheuer zu erahnen glaubt.
Im April 1933 fuhr ein schottisches Ehepaar mit seinem Auto auf der neu gebauten Straße um den See. Plötzlich glaubte die Frau, zwei Buckel im Wasser zu sehen.
Sie erzählte das in der nächsten Stadt sofort einem Reporter. Weil der gerade keinen Knüller für seine kleine Zeitung hatte, bauschte er die Geschichte ein bisschen auf. Und schon war das Ungeheuer von Loch Ness geboren – das immer mal wieder durch die Zeitungen geistert und jedes Jahr eine halbe Million Touristen an den See zieht.
Verschwunden im schwarzen Loch
Natürlich haben viele Forscher versucht, das Rätsel zu lösen. Sie sind mit kleinen U-Booten durch den See gefahren, haben Tauch-Expeditionen hinuntergeschickt, Schleppnetze ebenso eingesetzt wie Infrarotkameras oder Bewegungsmelder.
Doch selbst mit der tollsten modernen Technik haben sie nie etwas gefunden. Deshalb gehen sie eigentlich davon aus, dass es das Ungeheuer nicht gibt.
Aber weil die Geschichte so schön schaurig ist, wollen viele Nessie-Fans davon nichts wissen - und starren weiter gebannt auf das schwarze Wasser des Loch Ness.

- Diese Aufnahme wurde 1972 in Norwegen gemacht, scheinbar war Nessie dort auf Urlaub.
Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.







