Geschichte
Dezember 1839: Johann Hinrich Wichern erfindet den Adventskranz
Der erste Adventskranz wurde 1839 in einem Hamburger Kinderheim erfunden.
Die Kinder, die im Kinderheim von Johann Hinrich Wichern lebten, warteten jedes Jahr sehnsüchtig auf den Heiligen Abend und fragten ihren Heimvater täglich, wie viele Tage es noch bis Weihnachten waren.
Irgendwann hatte Johann Hinrich Wichern keine Lust mehr immer und immer wieder die gleichen Fragen zu beantworten. Er brauchte also ein Messinstrument, auf dem die Kinder selbst ablesen konnten, wie lange es noch bis Weihnachten dauerte. Johann Hinrich Wichern hatte die Idee für jeden Tag im Advent eine Kerze aufzustellen.
Ein Wagenrad und für jeden Tag eine Kerze

- Hier hat jemand Johann Hinrichs Wicherns Adventskranz nachgebaut. Darauf brannte für jeden Tag im Advent eine Kerze.
Kerze für Kerze befestigte Johann Wichern auf dem Rand des alten Wagenrades. Für jeden Tag eine kleine Kerze und vier dicke Kerzen für die vier Adventssonntage. Zum Schluss band er einige Bänder an den Kerzenkranz, damit er ihn unter der Decke aufhängen konnte.
Adventsstunde im Kinderheim
Immer, wenn die Kinder eine neue Kerze auf dem Wagenrad angezündet hatten, sangen sie Adventslieder, knabberten Lebkuchen und freuten sich jeden Tag ein kleines bisschen mehr auf Weihnachten.
Johann Hinrich Wicherns Kerzenrad gefiel aber nicht nur den Kindern aus dem Kinderheim, sondern auch vielen anderen Menschen. Sie fingen an sich auch Kränze mit Kerzen zu basteln. Die stellten sie dann in der Adventszeit in ihren Wohnzimmern auf, zündeten nach und nach die Kerzen auf den Kränzen an und genossen die Vorfreude auf Weihnachten. Die Adventskränze haben sich bis heute gehalten. Allerdings sind nur noch vier Kerzen darauf, für jeden Adventssonntag eine.
Tannenzweige statt Holzrad
Nicht nur die Anzahl der Kerzen hat sich verändert - auch der Kranz selbst. Adventskränze werden heute nicht mehr aus Holzrädern gebastelt, sondern meistens aus Tannenzweigen gebunden und mit Schleifen oder Weihnachtsschmuck verziert.
Advent: Warten auf die Ankunft des Herrn
Wichtig ist aber vor allem, dass vier Kerzen auf dem Kranz stecken und er mit jeder angezündeten Kerze immer heller strahlt – je näher der Heilige Abend kommt. Denn die Christen glauben, dass in dieser Heiligen Nacht Gottes Sohn Jesus geboren wurde und mit ihm Gottes Licht zu den Menschen kam, um ihre Welt zu erleuchten und die Menschen zu erlösen.

- Advent, Advent ein Lichtlein brennt: Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier - dann steht das Christkind vor der Tür.
Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.










