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Die Augsburger Puppenkiste wird 60 Jahre alt

Geschichte

Die Augsburger Puppenkiste wird 60 Jahre alt

Am Anfang jeder Folge der Puppenkiste ist immer eine alte beschriftete Holzkiste zu sehen. Darauf steht "Augsburger Puppenkiste". Das ist seit 60 Jahren so.

Bild vergrößernMarionetten aus der "Augsburger Puppenkiste"; Rechte: dpa

Am 26. Februar 1948, spielte das Ehepaar Walter und Rose Oehmichen ihr erstes Stück mit den Marionetten aus ihrer Augsburger Puppenkiste: "Der gestiefelte Kater".

Damals wollten die Eheleute aus der bayrischen Stadt Augsburg mit ihrem Puppentheater gerne verreisen und Gastspiele in anderen Städten geben. Deswegen zimmerten sie eine Kiste, die so groß war, dass die Puppen hinein passten und die gleichzeitig auch Bühne war. Die Kiste öffnet sich und die Geschichte geht los. Daraus wurde das Markenzeichen der "Augsburger Puppenkiste".

Das Marionetten-Ensemble der "Augsburger Puppenkiste"; Rechte: dpa
Herzlichen Glückwunsch, ihr Puppenkisten-Marionetten!

Bild vergrößernKasper-Marionette sitzt auf der "Augsburger Puppenkiste"; Rechte: dpa

Auch im Fernsehen beginnen die "Aufführungen" der Puppenkiste so: Die Kiste öffnet sich und die Geschichte geht los.

Die Fernsehfolgen der "Augsburger Puppenkiste" entstanden überwiegend in den 1960er Jahren. Die Fäden an den Figuren zogen mittlerweile die Töchter von Walter und Rose Oehmichen und sie lenkten auch die Marionetten vom "Urmel aus dem Eis", "Der Löwe ist los", "Das Sams" und "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer".

Im Puppentheater wurden diese Stücke nie aufgeführt - dafür spielen viel zu viele Figuren mit.


Marionetten werden für eine Ausstellung der "Augsburger Puppenkiste" aufgestellt; Rechte: dpa
Mindestens drei Jahre müssen die Puppenspieler üben, bis sie die komplizierte Technik erlernt haben.

Denn die Marionetten hängen an zehn Fäden, die über zwei Meter lang sind. Sie sind an einem Spielkreuz befestigt und werden vom Puppenspieler mit beiden Händen bedient: Mit einer Hand hält er den Kopf. Mit der zweiten Hand lenkt er die Füße. Da kann es schon mal passieren, dass sich die Fäden verheddern. Aber nur ganz selten!


Heute...

Hannelore Marschall-Oehmichen mit ihren Söhnen Klaus und Jürgen Marschall; Rechte: dpa
Die "Augsburger Puppenkiste" ist ein echtes Familienunternehmen

... leitet der Enkelsohn von Walter und Rose Oemichen, Klaus Marschall (im Bild links) die "Augsburger Puppenkiste". Er ist schließlich schon mit den Marionetten groß geworden: Seine Mutter hat Puppen geschnitzt. Die Oma hat sie angezogen.

Klaus' erste Marionette war ein Clown, die bekam er mit sechs Jahren. Und mit zwölf stand er zum ersten Mal auf der richtigen Bühne. Damals musste er für einen kranken Puppenspieler einspringen. Und seitdem ist er Puppenspieler mit Leib und Seele!


Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.

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