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Die Varusschlacht

Geschichte

Die Varusschlacht

Vor 2.000 Jahren herrschten die Römer über ein riesiges Reich: Fast alle Länder rund um das Mittelmeer waren römische Provinzen, die von Statthaltern, also Vertretern Roms, regiert wurden.

Auch die linke Seite des Rheins war von den Römern besetzt: Nachdem der römische Feldherr Caesar die Gallier im heutigen Frankreich besiegt hatte, war er mit seinen Truppen immer weiter nach Norden marschiert.

Die andere Seite des Flusses besetzte er jedoch nicht: Dort lebten wilde Stämme, die Caesar die Germanen nannte und mit denen er nichts zu tun haben wollte. So war der Rhein die Grenze zwischen dem römischen Reich und dem freien Germanien.

Der römische Statthalter Varus

Weil aber immer wieder germanische Stämme über den Rhein kamen und die Siedlungen der Römer überfielen, schickte Caesars Nachfolger Augustus seinen Statthalter Varus nach Germanien.

Varus sollte für Ruhe sorgen, römisches Recht durchsetzen und Steuern eintreiben. Dazu zog er mit römischen Soldaten durchs Land, die schwer bewaffnet und hervorragend ausgebildet waren. Die germanischen Stämme konnten sich gegen diese mächtigen Gegner nicht wehren.


Der Germane Arminius

Zusammen mit Varus war jedoch ein junger Germane aus dem Stamm der Cherusker in seine Heimat zurückgekehrt: Arminius. Dieser Arminius hatte bei den Römern Karriere gemacht und war sogar in den Ritterstand aufgestiegen. Dennoch schlug er sich jetzt auf die Seite der Germanen.

Arminius brachte die zerstrittenen Stämme zusammen und lockte Varus in einen Hinterhalt: Auf dem Weg ins Winterquartier verließ der Statthalter mit seinen Soldaten den normalen Weg. Die drei Legionen, insgesamt 15.000 Mann, marschierten durch einen Engpass, der auf der einen Seite von dichtem Wald, auf der anderen von einem Moor begrenzt war. Dort fielen plötzlich germanische Krieger über die Römer her.


Drei Tage soll die Schlacht gedauert haben, und am Ende waren alle 15.000 Soldaten tot oder gefangen. Diese Schlacht, von der man immer noch nicht weiß, wo genau sie stattgefunden hat, war eine der schwersten Niederlagen des mächtigen Roms.


Ausflugs-Tipp

Die Ausstellung „Imperium“ über 2000 Jahre Varusschlacht in der Seestadthalle und im Römermuseum Haltern ist noch bis zum 11. Oktober zu sehen. Dort sind auch 15.000 Playmobil-Figuren aufgebaut, die für die drei römischen Legionen stehen.

Weitere Ausstellungen zur Varusschlacht gibt es in Kalkriese bei Osnabrück und in Detmold.

Mehr gibt es hier auf dieser Internetseite


Buchtipp

'Imperium – Varusschlacht – Mythos', Entdeckungsbuch für Kinder, Roseni Verlag Hamm.

Das Buch zur Ausstellung, das man auch im Buchhandel bekommt, gibt einen sehr guten Überblick über die Geschichte der Varusschlacht. Außerdem enthält es Bastel- und Kochtipps, zum Beispiel für germanische Gerstengrütze


Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.

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