Geschichte
Erste Eisenbahn in Deutschland
Tuff, tuff, tuff die Eisenbahn ... Wer an eine alte Eisenbahn denkt, der hat gleich das rhytmische Rattern der Schienen im Ohr, oder ein lautes Schnaufen, und den Rauch vor Augen, der aus dem Schornstein der Lokomotive qualmt.
Heute, da die Bahn weitgehend elektrisch angetrieben wird, ist sie viel leiser, manche sagen auch langweiliger geworden. Deshalb sind auch heute noch viele Spielzeugeisenbahnen eine Kopie der alten Eisenbahn.
Die erste Eisenbahn: Eine Dampfmaschine auf Rädern
Die erste Eisenbahn wurde angetrieben von einem Kohlenfeuer. Erfunden wurde sie in England. Die Deutschen bekamen diese sagenhafte Erfindung im Jahr 1835 das erste Mal zu Gesicht. Damals wie heute eine Sensation, denn sie läutete den Beginn einer neuen Zeit ein und änderte alles: das Arbeiten und das Reisen.
Schon vorher hatte es Waggons auf Holzschienen gegeben. Einfacher wurde es erst, als man vor etwa 200 Jahren anfing, die Holzschienen mit Eisen zu beschlagen. Daher hat sie auch ihren Namen: "Eisen"-Bahn.
Mit der Erfindung der Dampflokomotive, konnten schließlich nicht nur problemlos schwere Güter transportiert werden, sondern auch die Menschen kamen nun viel schneller von A nach B. Fast so als würde man fliegen.
Ein Adler auf Schienen
"Adler" hieß auch die erste in Deutschland eingesetzte Dampflokomotive, die bei der Firma Stephenson in England bestellt wurde. Der "Adler" wurde zerlegt, in 20 Kisten verpackt, mit dem Schiff nach Köln gebracht und dann auf Fuhrwerke verladen, damit er für eine 6,05 Kilometer lange Strecken von Nürnberg nach Fürth eingesetzt werden konnte.
Den Lokomotivführer, William Wilson, bestellte man gleich aus England mit, denn hierzulande konnte keiner eine solche qualmende "Höllenmaschine" bedienen. Viele Menschen hatten geradezu Angst vor ihr.
Heute kann man sich ein Leben ohne die Eisenbahn gar nicht mehr vorstellen. Bald schon wurden im ganze Land Schienen verlegt. Mit Schaufeln, Hacken und Meißeln machten sich hunderte Menschen an die Arbeit um Dämme aufzuschütten, Brücken und Bahnhöfe zu bauen und Tunnel zu graben. Es entstanden viele neue Berufe: neben dem Lokführer zum Beispiel Schaffner, Bahnwärter und Fahrkartenverkäufer.

- Im Nürnberger Bahnmuseum kann man sich den Nachbau der Adler-Lok ansehen. Daneben steht ein ICE. Zwischen den beiden liegen 175 Jahre Eisenbahngeschichte. Bis zu 65 km/h konnte die legendäre Adler-Lok ohne Wagen zurücklegen, der ICE 3 schafft 300 km/h.
Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.









