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Happy Birthday, Eurotunnel!

Geschichte

Happy Birthday, Eurotunnel!

Am 06. Mai 1994 wurde der Eurotunnel eröffnet - eine unterirdische Verbindung zwischen England und Frankreich.

Bevor der Tunnel eröffnet wurde, war es so: Wer von England nach Frankreich wollte oder umgekehrt, musste ein Schiff nehmen, hinüber fliegen oder sehr gut schwimmen können.

Die vierstündige Fahrt über den so genannten Ärmelkanal kann eine Freude sein: Das Wasser platscht gegen den Bug, Möwen begleiten die Fähre, die Kalkfelsen von Dover begrüßen den Reisenden aus Frankreich oder Belgien.

Personen- und Autofähre auf ihrer Fahrt über den Ärmelkanal; Rechte: dpa
Mit der Fähre über den Kanal

Seekranke Königin

Bild vergrößernPortrait der Königin Viktoria I. von England; Rechte: Interfoto
Königin Viktoria wollte schon vor mehr als 100 Jahren einen Tunnel zwischen England und Frankreich.

Aber nicht jeder fährt gerne mit dem Schiff. Den einen dauert es zu lang, die anderen haben Angst vor dem tiefen Meer, wieder andere werden seekrank.

So erging es Königin Victoria, die von 1837 bis 1901 Königin von England war. Sie freute sich, als sie hörte, dass der französische Ingenieur Thomé de Gamond Pläne für einen Tunnel gemacht hatte. Der sollte Frankreich mit England verbinden.

Aber bevor es dazu kommen sollte, mussten doch fast 100 Jahre vergehen. Immer wieder wurde ein solche Tunnel geplant und dann doch abgelehnt. Schuld daran war vor allem die Angst der Briten, dass die Franzosen durch so einen Tunnel kommen und die Insel erobern könnten. Einmal - vor fast 1000 Jahren - war das auch passiert, da hatten die Franzosen tatsächlich England angegriffen. Und die Angst vor einem neuen Angriff saß den Briten über Jahrhunderte in den Knochen.


1984: die Bauarbeiten beginnen

Bauarbeiter beim Graben des Eurotunnels; Rechte: dpa
Es darf gegraben werden - der Eurotunnel wird endlich gebaut.

Bild vergrößernKönigin Elisabeth steigt aus dem Eurostar-Zug; Rechte: dpa
Zur Einweihung: Englands Königin Elisabeth ist durch den Tunnel nach Frankreich gefahren.

Erst im Jahr 1984 einigten sich die Regierenden Englands und Frankreichs darauf, den Tunnel zu planen und auch zu bauen. Bis Mai 1994 dauerte es, da wurde endlich der Eurotunnel eröffnet.

Seitdem kann man 38 Meter unter dem Meeresboden in einem Zug sitzen und durchs Dunkel fahren. Nach nur 40 Minuten ist man wieder an der Oberfläche. Da könnte man glatt vergessen, dass England eine Insel ist.


Eurostar-Zug  kommt aus einer der beiden Eurotunneleingänge; Rechte: dpa
Ein Zug aus England kommt in Frankreich an.

Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.

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