Geschichte
November 1885: Das erste Motorrad der Welt
Es sieht aus wie ein großes Fahrrad aus Metall. Allerdings hat dieses Rad einen Motor, der es ganz von alleine losfahren lässt.
Sein Erfinder, der Tüftler Gottlieb Daimler, hat dieses knatternde Gefährt gebaut und ihm den Namen Reitwagen gegeben.
Vor 125 Jahren fuhr der Sohn von Gottlieb Daimler die erste längere Strecke mit dem Reitwagen - das war die erste Probefahrt mit diesem ersten Motorrad der Welt und gleichzeitig auch die erste Fahrt eines Menschen mit einer Maschine, die sich ganz von alleine bewegte.
Eine ganz besondere Probefahrt
Für die Menschen von damals war das unvorstellbar, denn bis zu dieser Fahrt waren auf den Straßen der Welt die Leute nur zu Fuß oder mit Pferden unterwegs.
Der Reitwagen mit seinem tuckernden Motor und den schweren Eisenrädern fuhr natürlich nicht besonders schnell. Mit gerade einmal 7 km/h war man damals unterwegs - das ist ungefähr so schnell wie ein flotter Fußgänger.
Die schicken, schnittigen Motorräder von heute sind viel schneller und deswegen auch gefährlicher. Die Fahrer müssen sehr aufmerksam und vorsichtig fahren, um weder sich noch andere zu gefährden.
Auch Kinder fahren heute auf dem Motorrad mit

- Fernsehmoderatorin Gundis Zambo mit ihrer Tochter auf dem Motorrad.
Auch Kinder fahren heute zum Beispiel bei ihren Eltern auf dem Motorrad mit. Entscheidend ist dabei nicht, wie alt ihr seid, sondern vor allem, wie groß ihr seid. Die Straßenverkehrsordnung verlangt nur, dass der Beifahrer mit seinen Füßen auf die Fußrasten des Motorrads kommen muss.
Aber Kinder, die auf dem Motorrad mitfahren, müssen wissen, wie gefährlich Motorradfahren ist, wie schnell ein Motorrad anfährt und wie man sich richtig festhält. Ein eigener Helm und Schutzkleidung mit Reflektoren sind natürlich auf dem Motorrad immer Pflicht.
Kinder als kleine Rennfahrer
Manche Kinder sind besonders mutig und fahren ganz alleine auf einem Minibike. Minibike heißt so viel wie Mini-Motorrad. Und so ein kleines Motorrad ist ungefähr so hoch wie ein Wohnzimmertisch.
Auf den Minibikes üben die Kinder so lange, bis sie richtig gut fahren können. Viele können dann so gut mit den kleinen Motorrädern umgehen, dass sie sogar an Rennen teilnehmen. Mindestens fünf Jahre alt müssen die Nachwuchsrennfahrer sein. Meistens nimmt die ganze Familie am Rennsport teil.
Kennt ihr diesen Nachwuchsrennfahrer?

- Das hier ist der siebenjährige Michael Schumacher auf seinem Minibike. Inzwischen ist er siebenmaliger Formel-1-Weltmeister.
Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.









