Geschichte
Winter 1908: "Mensch ärgere Dich nicht" wird erfunden
Für viele ist es vielleicht das Spiel der Spiele: 100 Jahre hat "Mensch ärgere Dich nicht" bereits auf dem Buckel und ist trotzdem ein Dauerbrenner.
Im Winter 1908 hat Friedrich Josef Schmidt das Spiel erfunden. Er überlegte sich, was er für seine Kinder basteln könnte, damit die langen Winterabende nicht so langweilig sind - und dann kam er auf die Idee mit dem Spiel.
Warum Friedrich Schmidt seine neue Erfindung damals "Mensch ärgere Dich nicht" nannte, ist heute allerdings nicht mehr bekannt. Vielleicht, weil er sich selbst beim Spielen mit seinen Kindern so geärgert hat?
Erst Flop dann Top
Ganz neu war das neue Spiel eigentlich nicht, "Mensch ärgere Dich nicht" beruhte auf einer alten, indischen Spielidee, dem so genannten Pachisi.
Anfangs wollte keiner "Mensch ärgere Dich nicht" kaufen. Doch dann kam der Erste Weltkrieg, und Schmidt schenkte den verletzten Soldaten in den Lazaretten, den Soldaten-Krankenhäusern, etliche Exemplare seines Spiels, um sie ein bisschen abzulenken.
Damit ist das Spiel dann berühmt geworden. Die Soldaten schrieben an Schmidt: "Mensch, das ist so klasse, das macht so viel Spaß und wir spielen hier nächtelang durch!"

- Ein Spiel für Alt und Jung.
Das Spiel war gar nicht mal so teuer damals, würden wir heute denken: 35 Pfennig kostete es. Das war allerdings auch der Preis für ein halbes Kilo Zucker.
Zur Herstellung des Spiels hat der Erfinder Schmidt damals einen eigenen Verlag gegründet, und dieses Unternehmen gibt es heute immer noch: die Firma Schmidt Spiele.
Regelmäßig montags, dienstags oder mittwochs erzählen wir in der LILIPUZ-Sendung Geschichten über Geschichte.









